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Hundetrainerin in Gladbeck erklärt, worauf Menschen bei der Kommunikation achten sollten

02.11.2012 | 17:30 Uhr
Sabine Ehmanns-Kramp und ihr Hund Emil.Foto: Dirk Bauer

Gladbeck.   Nicht jedes Schwanzwedeln ist eine Freundschaftsbekundung. Hundetrainerin Sabine Ehmanns-Kramp aus Gladbeck erklärt, worauf Menschen bei der Kommunikation mit Hunden achten sollten: eine Art Sprachkurs Mensch-Hund und umgekehrt.

„Der will nur spielen.“ Sabine Ehmanns-Kramp verdreht genervt die Augen. Täglich hört sie diesen Satz von Hundehaltern. Täglich sieht sie Missverständnisse zwischen Mensch und Hund. Deshalb bietet die gelernte Altenpflegerin, Hundetrainerin und Jägerin neben Erziehungskursen auch den sogenannten Hundeführerschein für Kinder an – eine Art Sprachkurs Mensch-Hund und umgekehrt.

Eine Grundregel: „Wir fassen keine fremden Hunde an.“ Auch freundliche Vierbeiner sollten die Chance bekommen, aus freien Stücken Kontakt aufzunehmen. Also nicht gleich anfassen, lieber erstmal die Hand zum Schnuppern hinhalten. Zeigt der Hund freundliches Interesse, darf der Mensch auch streicheln. Deutsch-Drahthaar Emil ist in dieser Hinsicht ein echter Vorzeigehund. Ein freundlicher Kerl, der Streicheleinheiten gern auch mit einem kräftigen Nasenstubser einfordert. Der mit seinem Frauchen regelmäßig im Altenheim Senioren erfreut, der Menschen liebt und sich nicht aus der Ruhe bringen lässt. Aber auch einer, der am Gartenzaun Besuchern bellend zeigt: Hier wache ich. Und der in seinem Job als Jagdhund zupackt.

Aufmerksam sitzt er neben Sabine Ehmanns-Kramp (50). Der Schwanz wackelt hin und her. Freude? Nicht unbedingt. „Wedeln allein bedeutet gar nichts.“ Ein Zeichen für wahre Freude sei, wenn nicht nur die Rute, sondern der ganze Hundekörper wackle.

Wedeln kann auch Stress ausdrücken

Emils Wedeln, verbunden mit einem hohen Janken, ist Zeichen großer Anspannung. Denn Sabine Ehmanns-Kramp hat ein Apportier-Spielzeug ausgepackt. Und nun wartet der Rüde, dass er loslegen darf. Apportieren ist Teil seines Jobs als Jagdhund. Er muss die Beute bergen, die Frauchen erlegt.

Video
Die Hundetrainerin Sabine Ehmanns-Kramp erzieht und trainiert des Menschen besten Freund für einen unbeschwerten Alltag und gibt dem Herrchen Tipps um den geliebten Vierbeiner besser zu verstehen.

Auf das Schwanzwedeln allein als Zeichen von Freundlichkeit sollte sich also niemand verlassen. „Man muss alles sehen“, sagt die Hundetrainerin. Auch das Fell gehört dazu. „Eine Bürste ist immer schon ein Zeichen für Unfreundlichkeit.“ Fixiert der Vierbeiner sein Gegenüber mit Blicken, ist Vorsicht geboten. Wer so einen Hund trifft, der sollte sich am Besten ruhig verhalten und nicht zurück starren. Hunde empfinden das als Provokation. Tipp der Expertin: „Einfach abwenden.“ Dies sei ein Signal, dass man in Ruhe gelassen werden wolle.

Das gelte auch, wenn Hunde allzu stürmisch auf Menschen zugehen, die das gar nicht wollen. Und wenn der Hund trotzdem aufdringlich ist? Die Expertin rät zu klarer Körpersprache. Gerade stehen, sich groß machen. „Zur Not: Anschreien und Ab! sagen. Das hilft bei den meisten Hunden.“

Nina Estermann



Kommentare
05.11.2012
17:30
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Name von Moderation entfernt | #3

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05.11.2012
10:11
Hundetrainerin in Gladbeck erklärt, worauf Menschen bei der Kommunikation achten sollten
von Partik | #2

Das beste Kommunikationsmittel bei Hunden ist eine Mischung aus Nichtbeachtung und Tier-Abwehrspray.

Um diese von ihren Haltern meist als Kindersatz gesehenen, und durch die dementsprechend falsche Behandlung, zu nicht einschätzbaren Zeitbomben "erzogenen" Mistviecher am besten einen großen Bogen machen.

In Situationen, wo der Hund uneinschätzbar und ungefragt "nur spielen" will, gleichberechtigt seinen eigenen Freiraum mit einem beherzten Tritt oder einer Ladung Abwehrspray verteidigen.

Gleiches Recht für alle. Selber hält man sich von diesen degenerierten Viechern fern, um nicht die Zähne zu schmecken. Gleichfalls hat sich Muttis Liebling durch eine Leine oder durch eine gute Erziehung von mir fern zu halten. Geschieht das nicht, gibts Saures.

Man kann sich sicher sein, dass diese ultimative Kommunikations-Methode bleibenden Eindruck hinterlassen wird. Beim Tier wie beim Tier in Menschengestalt.

1 Antwort
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Name von Moderation entfernt | #2-1

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05.11.2012
07:24
Hundetrainerin in Gladbeck erklärt, worauf Menschen bei der Kommunikation achten sollten
von BBrll | #1

Schlimm, wenn man solche Dinge, die eigentlich jeder wissen müsste, groß in nen Artikel verpacken muss.

Und da wundert sich Lieschen Müller, wenn ihr Kind gebissen wird...."geh ma hin und mach ma ei...."....

Aber der Hund ist ja immer der Böse

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