Heisenberger spenden 6000 Euro für den Brunnenbau in Afrika

Spendenübergabe im Forum des Heisenberg-Gymnasiums mit Julia Durchgraf, Dietmar Chudaska, Peter Hogrebe, Aiman Mazyek, Berfin Karabag, Felix Weleda, Ulrich Roland und Arslan Yalcin (v. li.).
Spendenübergabe im Forum des Heisenberg-Gymnasiums mit Julia Durchgraf, Dietmar Chudaska, Peter Hogrebe, Aiman Mazyek, Berfin Karabag, Felix Weleda, Ulrich Roland und Arslan Yalcin (v. li.).
Foto: Funke Foto Services
Was wir bereits wissen
Viele Gäste im Forum der Schule; und viel Lob für ein Hilfsprojekt im Zeichen der globalen Wasserknappheit.

Gladbeck..  Nach vielen engagierten Wochen endete am Montagabend das „pfandtastische Projekt“ der Heisenbergschüler: Eine beachtliche Spendensumme in Höhe von 6000 Euro fließt nun in den Brunnenbau in Afrika, und namhafte Gäste sagten dafür im gut besuchten Forum des Heisenberg-Gymnasiums „Dankeschön“.

Die Grundidee der Aktion war so simpel wie erfolgreich: An zentraler Stelle stand in der Schule ein „Spendenbrunnen“, an dem leere Pfandflaschen, aber auch Bargeld-Spenden abgegeben werden konnten.

Dazu gab es gut aufbereitete Infos und auch ein Video zum Thema der globalen Wasserknappheit. Schülerinnen und Schüler der 8. Jahrgangsstufe aus dem islamischen und dem evangelischen Religionsunterricht waren an der Aktion federführend beteiligt - ein Projekt im Zeichen der interreligiösen Zusammenarbeit also.

Und vor allem diesen Punkt stellten die zahlreichen Redner am Montagabend lobend heraus: Zu den Gästen gehörte auch Aiman Mazyek, Vorsitzender des Zentralrats der Muslime in Deutschland. „Leben kann gedeihen, wenn Menschen sich öffnen und sich engagieren“, sagte Aiman Mazyek. „Ihr habt richtig viel Geld gesammelt! Danke dafür!“

Interreligiöse Initiative - Religionslehrer und -schüler machen’s möglich

Ähnliches Lob gab es auch von Bürgermeister Ulrich Roland und Superintendent Dietmar Chudaska. Auch die evangelische Kirchengemeinde und die Konfirmanden aus Rentfort und Zweckel unterstützten das Schulprojekt zum Brunnenbau auf dem afrikanischen Kontinent mit Geldspenden, ebenso das Heisenberggymnasium selbst. Zudem flossen Einnahmen aus einem schulischen Gala-Abend in die Spendensumme ein; bei dieser Gala war der von Heisenbergschülern produzierte Film „Mehmet in Deutschland“ gezeigt worden.

Die beiden Lehrer, Arslan Yalcin (islamischer Religionsunterricht) und Pfarrerin Julia Durchgraf (evangelischer Religionsunterricht), führten in enger Kooperation die Regie bei der Spendenaktion. Ein solches Projekt stärke die Mitte der Gesellschaft und erteile allen Extremisten eine klare Absage, formulierte Prof. Bülent Ucar von der Universität Osnabrück, der ebenfalls zu den Gästen und Rednern zählte. Die Spendensumme fließt nun an die interreligiöse Hilfsorganisation „Grünhelme e. V.“, die von Aiman Mazyek und Rupert Neudeck 2003 gegründet wurde. Wenn alles klappt, können nun drei Brunnen in Afrika finanziert werden - höchstwahrscheinlich in den Ländern Ruanda und Kongo.

Die Heisenbergschüler werden sicher auf dem Laufenden bleiben, wenn’s um „ihre“ Brunnen geht.