Heisenberg-Schüler demonstrieren in Gladbeck gegen Terror

Sechstklässler des Heisenberg-Gymnasiums demonstrierten vor dem Rathaus in Gladbeck gegen Terror.
Sechstklässler des Heisenberg-Gymnasiums demonstrierten vor dem Rathaus in Gladbeck gegen Terror.
Foto: FUNKE Foto Services
Was wir bereits wissen
Sechstklässler des Heisenberg-Gymnasiums Gladbeck hatten in Eigenregie Plakate gemalt und zeigten Solidarität mit den Opfern der Anschläge von Paris.

Gladbeck.. Die Horrorbilder von den terroristischen Anschlägen in Paris mit 17 Opfern kann der Gladbecker Lennart Steffens nicht so schnell vergessen. Und der Sechstklässler des Heisenberg-Gymnasiums wollte nicht untätig bleiben. Der Zwölfjährige und fünf Freunde griffen zu Stift und Papier, um ihre Anteilnahme mit den Opfern zu demonstrieren – wie weltweit abertausende Menschen es in den vergangenen Tagen getan hatten. Gestern stellten sich Lennart Steffens, Josefine Kretauer, Max Rosch, Jan Vennemann, Vinzent Röken und Marie Häußler mit selbstgemalten Plakaten auf den Platz vor dem Rathaus.

Eine reine „Kinderaktion“

„Stopp den Terror“ steht da beispielsweise zu lesen. „Wir machen das, um zu zeigen, dass auch wir Kinder von den Ereignissen in Paris erschüttert sind“, sagt Lennert. Die Idee zu der Aktion kam „am Samstag Morgen“. Der Zwölfjährige erzählt: „Am Sonntag habe ich mich mit Josefine getroffen.“ Viel sei dann hin- und hertelefoniert worden: „Wir haben gefragt, ob jemand mitmachen möchte.“ Jan, Marie, Max und Vinzent entschieden sich schnell: „Ja, wir machen mit!“ Lennart: „Wir sind alle gut befreundet.“ Er hat aber ebenso erfahren: „Manche Kinder haben gesagt, dass sie das alles nicht interessiert. Oder dass sie keine Zeit haben. Oder sie sind nicht so fürs Demonstrieren.“

Die sechs Heisenberg-Schüler, die allesamt die 6c besuchen, konnten auch ablehnende Reaktionen nicht stoppen, sie gestalteten in Eigenregie ihre Plakate. Für sie war von Anfang an klar: „Wir wollten uns nicht an Erwachsene wenden. Es sollte wirklich eine Kinderaktion sein.“

Die Macht der Stifte

Lennarts Vater Christian Kaufmann findet es gut, „dass die Kinder aus eigenen Stücken“ auf die Geschehnisse in der französischen Hauptstadt reagieren – mit ihrem Ausdruck von Betroffenheit. Er habe sich auch gar nicht einmischen wollen. Und so nutzen auch sein Sohn und seine Klassenkameraden die „Macht der Stifte“, um Aufmerksamkeit zu erregen. Wie die Redaktionsmitglieder des französischen Satire-Magazins „Charlie Hebdo“, die Opfer der islamistischen Terroristen wurden.