Heisenberg-Gymnasium - Jetzt geht es um die Finanzierung

Jetzt geht es darum, die bestmögliche Finanzierung für den Neubau zu finden.
Jetzt geht es darum, die bestmögliche Finanzierung für den Neubau zu finden.
Foto: www.blossey.eu
Was wir bereits wissen
Gladbecker Rat hat den Weg für den Neubau frei gemacht. Bis Ende Juni soll entschieden werden, wie die Kosten gestemmt werden können.

Gladbeck..  Der Rat der Stadt hat in seiner Sitzung ohne weitere Diskussion und einstimmig den Weg frei gemacht für den Abriss des maroden Altgebäudes und einen Neubau des Heisenberg-Gymnasiums am alten Standort. Ein Grundsatzvotum, dem jetzt ein kaum wenig wichtiger Schritt folgen muss, nämlich die Entscheidung, in welcher Form die veranschlagte Investitionssumme von rund 25 Millionen Euro gestemmt werden soll.

Welche Beschaffungsmöglichkeiten bestehen, damit wird sich jetzt die intern auf Verwaltungsebene gebildete Arbeitsgruppe weiter beschäftigen. Ihr gehören Experten des Schulamtes, des Bauamtes sowie der Kämmerei unter Leitung von Schuldezernent Rainer Weichelt, mit Einbindung des Rechnungsprüfungsamtes, an.

„In einem Workshop haben wir bereits herausgearbeitet, welche vier Beschaffungsmodelle in Frage kommen könnten, um den Neubau realisieren zu können“, so Weichelt. Das seien: Bau und Finanzierung in Alleinregie der Stadt, die Realisierung mit einem Generalunternehmer oder der Schulneubau über eine öffentlich-private Partnerschaft (englisch „Public-private Partnership“) sowie eine ÖPP-Modellvariante mit Eigenanteilen der Stadt.

Eigenanteil-Variante möglich

Letztlich entscheidend werde auch sein, mit welchen zusätzlichen Finanzierungskosten im Gesamtpaket zu rechnen ist. Beim ÖPP-Modell habe die Stadt bereits gute Erfahrungen beim Bau des Neuen Rathauses gemacht, sagt Weichelt, „das Projekt war mit prognostizierten und tatsächlichen Kosten eine Punktlandung“. Eine stärkere Eigenanteil-Variante werde nun in Sachen Heisenberg interessant, weil bei der derzeitigen Niedrigzinsphase, „Kommunen zu unschlagbaren Konditionen Baukredite aufnehmen können“. Die 25-Millionen-Investitionssumme könnte so von der Stadt und nicht vom ÖP-Partner gegenfinanziert werden.

Beschluss noch vor den Sommerferien

Welches Modell der Arbeitskreis letztlich favorisiert, soll zügig erarbeitet, und dann der Politik noch vor den Sommerferien zum Beschluss vorgelegt werden. „Ziel ist die erste Beratung im Schulausschuss am 15. Juni, dann am 22. Juni im Haupt- und Finanzausschuss und letztlich der Beschluss des Beschaffungsmodells im Rat am 25. Juni“, so Rainer Weichelt.

Steht der finanzielle Rahmen, geht es um den Entwurf der Schule selbst, für die nach den Sommerferien ein Architektenwettbewerb ausgeschrieben werden könnte. Mit Einbindung der Schulleitung würde so dann wohl bis zum Jahresende feststehen, wie das neue Heisenberg einmal aussieht.