Heinrich hat’s mal wieder geschafft
17.08.2010 | 17:17 Uhr 2010-08-17T17:17:00+0200
Gladbeck. Ein wenig Spaß muss sein, gerade wenn so ein seltener „Kunde“ vorbeischaut: Und so fragte denn auch das freundliche Team vom Brillenstudio Lamping in Zweckel, ob man denn dem Vogel nicht doch eine tolle Designer-Brille aufsetzen solle. . .
Zu guter Letzt entschieden sich die Schützen dagegen; schließlich ist dieser Vogel wieder einmal ein rundum gelungenes Schützenfest-Exponat, das nun bis Mitte September im Schaufenster an der Feldhauser Straße werbewirksam zu sehen sein wird.
Das Zweckeler Urgestein Heinrich Tenbusch (84) hat auch diesen hölzernen Vogel für den Schützenverein Hubertus-Zweckel 1912 e. V. gebaut: beachtliche 15 Kilogramm schwer, aus Pappelholz gefertigt und mit einer Spannweite von über 1,5 Meter ausgestattet.
Tenbusch - das ist ein Ur-Zweckeler Name. Am 1. Oktober 1859 wurde der Wagenbaubetrieb von Bernhard Brinkmann gegründet; das war der Ur-Urgroßvater des jetzigen Inhabers Wolfgang Tenbusch, Sohn von Vogelbauer Heinrich Tenbusch. Bekannt ist das Tenbusch-Haus an der Rottstraße in Gladbeck auch deswegen, weil es tatsächlich zwei (!) Adressen hat. Aber das ist eine ganz andere lokale Geschichte. . .
35 bis 40 Arbeitsstunden hat Heinrich Tenbusch in das tierisch gute Stück investiert; und Werner Koch sorgte ganz zuletzt für einen schönen Anstrich.
Schon seit Jahrzehnten baut Heinrich Tenbusch für die Zweckeler Schützen den Vogel; und die Grünröcke wissen seine handwerklichen Dienste zu schätzen. Schon der Onkel, ebenfalls ein Heinrich, war auf diesem Feld erfolgreich aktiv.
Die traditionsreiche Tenbusch-Werkstatt bietet eben alles, was man für ein solches Projekt benötigt: praktisches Können und die nötigen Werkzeuge dazu.
Heinrich Tenbusch macht nicht viele Worte um sein Werk, doch der berechtigte Stolz auf „seinen“ Schützenvogel war ihm am Dienstag doch anzusehen.
Jetzt richten sich also alle Augen in Zweckel auf das Schützenfest, das vom 11. bis 13. September auf dem Programm steht. Die Plakate dazu, Fotos und Trophäen wurden am Dienstag im Lamping-Schaufenster sorgfältig ausgebreitet und präsentiert.
Fast einen Monat lang ist dieses besondere Schützenfest-Schaufenster nun also in Zweckel zu sehen.
„Eigentlich kann das Schützenfest kommen“, schreibt Schützenverein-Pressewart Stefan Knauer auf der Internet-Seite der Schützen. „Die letzten Vorbereitungen für das Schützenfest 2010 sind im vollen Gange. Das Festzelt ist bestellt, die Musik ist geordert, der Festumzug ist geplant, die Festzeitschrift liegt bereit. . .“
Mitte September zieht der Vogel von der Feldhauser Straße an die Rottstraße um, wo es ihm auf dem Festplatz an den schmucken Kragen geht. . .
09:04
ja,
Heinrich
alle Hoch-Achtung vor dieser
Deiner Handwerk-Geschicklichen Leistung !!
zumal Du ja nun auch die AugenProbleme hast
DAS kann DEIN Verein garnicht hoch genug hängen , diese Leistung !
GLÜCK AUF in den Norden unserer Stadt