Heim-Skandal - jetzt fordert der Träger Aufklärung

Auch die (suspendierte) Leiterin der Kinder- und Jugendhilfeeinrichtung St. Josef, langjähriger Partner des Gladbecker Jugendamtes, steht in der Kritik.
Auch die (suspendierte) Leiterin der Kinder- und Jugendhilfeeinrichtung St. Josef, langjähriger Partner des Gladbecker Jugendamtes, steht in der Kritik.
Foto: Funke Foto Services
Was wir bereits wissen
Vorbehaltlose Mitarbeit auch  durch die  Stadt Gelsenkirchen. Sie dürfe nicht etwa die Rolle des neutralen Aufklärers für sich in Anspruch nehmen.

Gladbeck.. Die St. Augustinus Heime GmbH, über deren Kinder- und Jugendhilfeeinrichtung St. Josef auch fünf Gladbecker Kinder im umstrittenen Kinderheim in Ungarn untergebracht waren, fordert die Stadt Gelsenkirchen jetzt zur „Mitarbeit und vorbehaltlosen Unterstützung bei der Aufklärung“ des Heim-Skandals auf.

Nur mit der aktiven Beteiligung der Stadt Gelsenkirchen sei eine erfolgreiche Aufklärung um die Aktivitäten der Leiter des Jugendamtes, des Vorstandes des Kinderschutzbundes Gelsenkirchen und der Leiterin der Hilfeeinrichtung St. Josef im Zusammenhang mit der Auslandsunterbringung von Jugendlichen in Ungarn leistbar.

Die Stadt Gelsenkirchen könne nicht etwa die Rolle des neutralen Aufklärers für sich in Anspruch nehmen, so St. Augustinus, dieses könnte nur die Bezirksregierung in Münster eventuell gemeinsam mir dem Landschaftsverband Westfalen Lippe als Träger des Landesjugendamtes tun. Vertreter von St. Augustinus erstellten einen Fragenkatalog, mit deren Beantwortung GE-Oberbürgermeister Baranowski die gemeinsame Aufklärungsarbeit unterstützen solle. St. Augustinus selbst beauftragte einen externen Wirtschaftsprüfer (BDO Hamburg), mit der „rückhaltlosen und eingeschränkten Prüfung der internen Geschäftsprozesse der St. Augustinus Heime GmbH“.