Gospel-Feeling nur mit Klavier und klatschenden Händen

„Back to Basics“- Konzert in der Christuskirche.
„Back to Basics“- Konzert in der Christuskirche.
Foto: FUNKE FotoServices
Was wir bereits wissen
Der Gospel ist in Gladbeck zuhause - das zeigte sich jetzt auch wieder in der Christuskirche beim Konzert von „Good News“.

Gladbeck..  Dass Gospel Bewegung ist – und zwar eine mitreißende -- zeigte sich in der Christuskirche. Bei strahlendem Sonnenschein bewegten die Sängerinnen und Sänger des Gospelchores „Good News“ die Leute nicht nur zum in die Kirche kommen, sondern auch zum rhythmischen Klatschen und Trampeln.

Mit Acapella zurück zu den Wurzeln

Stefanie Lotz, die den Chor jetzt seit seiner Entstehung, das heißt, seit fünfzehn Jahren, leitet, führte gut 140 Leute „Back to Basics“ so der sprechende Titel des Konzerts. „Wir hatten schon im vergangenen Jahr eine Aufführung mit zahlreichen acappella Elementen. Und weil das gut ankam, haben wir uns entschlossen, bei diesem Konzert ganz auf das Orchester zu verzichten“, erklärt die gelernte Musiktherapeutin. Außer den klatschenden Händen begleitete nur ein Klavier bei einigen Stücken die Sängerinnen und Sänger.

Gut eine Stunde lang wurde mit der Gospel-Konzertaufführung gezeigt, dass Spiritualität nichts Verknöchertes, sondern im Gegenteil etwas höchst Bewegliches und vor allem Heiteres ist.

Mit neunzehn Songs vom Traditional, dem African-American spiritual, wie beispielsweise „Down to the river“ über Songs berühmter Gospelkomponisten wie „Soon very soon“ von Andraé Crouch bis hin zu Musicalliedern wie „Seasons of love“, das Donny Osmond für das Musical „Rent“ von Jonathan Larson komponiert hatte, nahm der Chor das Publikum mit auf eine Reise durch die moderne spirituelle oder spirituell verstandene Musik.

Ein Höhepunkt war sicher „Angels“ von Robby Williams und auch das gefühlvoll vorgetragene „Let it be“, das Paul McCartney komponierte und das eine Huldigung an seine früh verstorbene Mutter ist.

Aber auch mit dem Gesang der Nonnen aus dem Musical Sister Act „I will follow him“, das im Originalvon Peggy March komponiert wurde, riss die Gemeinde mit. Sowohl die Chorleiterin als auch einzelne Chormitglieder brillierten in verschiedenen Solopassagen.

Anhaltender Applaus

Mit der südafrikanischen Hymne „Siyahamba“, was so viel bedeutet wie „wir gehen weiter“, zog der Chor am Schluss unter anhaltendem Applaus des begeisterten Publikums aus der Christuskirche.