Glanzvolles Osterkonzert in St. Lamberti

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Mit dem kraftvollen Gesang aus den Kehlen von rund 45 Frauen und Männern wurde die Osterbotschaft beim Gottesdienst in der St.-Lamberti-Kirche wirkungsvoll umgesetzt.

Gladbeck..  Mit ihren Sopran- und Alt-, Bass- und Tenor-Stimmen erfüllten die Sängerinnen und Sänger des Chores, unterstützt von einem Bläserensemble, bestehend aus Mitgliedern der Neuen Philharmonie Westfalen, einem Röhrenglockenspiel und den Klängen der Klais-Orgel, den bis auf den letzten Platz besetzten Kirchenraum.

Unter der Leitung von Konrad Suttmeyer erhielt die frohe Botschaft einen ganz besonderen musikalischen Ausdruck. Die Missa-brevis in B des englischen Komponisten Christopher Tambling, die erst im letzten Jahr im Dom zu Speyer uraufgeführt wurde und die Motette „Jauchzet vor dem Herrn - Make a joyful noise“ des 1936 geborenen Colin Mawby bildeten das musikalische Osterprogram der Lambertikirche. „Das Gute kann nicht schlecht sein.“ Für den Kantor und bischöflichen Orgelbeauftragten Konrad Suttmeyer ist bei seiner Arbeitsweise die Partiturtreue wesentlicher Bestandteil.

Seit 33 Jahren ist der Kantor der Gemeinde musikalisch verbunden. „Ich arbeite ohne Abstand“ erklärt er sein Erfolgsrezept. „Dadurch nehme ich immer direkten Anteil an der Qualität unserer Aufführung.“ Durch die ausgefeilte Harmonik und raffinierte Rhythmik der in der Romantik verwurzelten Komposition Tamblings, die auch vor Anlehnungen an die Popularmusik nicht zurückschreckte, gelang eine absolut moderne und hörenswerte Umsetzung der liturgischen Texte.

Gläubige vom Konzert begeistert

Die Verbindung von Orgel, Gesang und Bläsereinsatz wurde akzentuiert durch den hellen metallischen Klang des Glockenspiels. Die Stimmen des Chores und der Instrumente, die von der Empore sangen und spielten, erreichten durch die Deckenresonanz des Kirchenschiffs eine besondere Intensität und begeisterten die Gläubigen.

Ergänzend dazu sang der Propsteichor die Motette Colin Mawbys „Jauchzet vor dem Herrn - Make a joyful noise“. Diese Komposition geht vom harmonischen Anspruch über die Tonsprache der Romantik und das Dur-Moll-Tonale hinaus. Die ausdrucksvollen Stimmen des gemischten Chores korrespondierten eindrucksvoll mit dem kraftvollen Einsatz der Orgel und Blechbläser. Mit seiner kurzweiligen Rhythmik vermittelte die Motette ihr Thema auf den Punkt.