Gladbecks Bauern hoffen jetzt auf Sonne und Wärme

Die Wintergerste (grün) sprießt auf den Äckern  in Rentfort, daneben bereitet Bauer Bernd im Winkel das Feld für die Futterrüben vor.
Die Wintergerste (grün) sprießt auf den Äckern in Rentfort, daneben bereitet Bauer Bernd im Winkel das Feld für die Futterrüben vor.
Foto: FUNKE Foto Services
Was wir bereits wissen
Für die Landwirte geginnt die Zeit der Feldarbeit. Noch sind die Felder aber sehr nass – die Bauern warten nun auf längeren Sonnenschein.

Gladbeck..  Für Gladbecks Landwirte hat die Open-Air-Saison begonnen: Die Frühlingssonne in der vergangenen Woche lockte sie auf die Felder, die allerdings wegen des regenreichen März’ noch sehr nass sind. Stellenweise seien Böden nicht befahrbar. Sonne sei jetzt dringend nötig, so Ortslandwirt Michael Ostrop, „die Pflanzen freuen sich genauso wie wir.“

Die Winterkulturen seien gut durch die kalte Jahreszeit gekommen, „besser als gedacht“, so Ostrop. Die wenigen Schäden, die durch die Nässe entstanden seien, gleiche die Natur schnell aus, die derzeit etwa eine Woche dem normalen Jahresverlauf hinterhinke. „Alles wartet jetzt auf Wärme“, erläutert auch Bernd im Winkel, der neue Vorsitzende des Landwirtschaftlichen Lokalvereins.

Sonne und Wärme seien für einen Wachstumsschub notwendig, das Wintergetreide habe bislang nur verhalten zugelegt: Die Gerste sei derzeit bis zu 20 Zentimeter hoch, der Weizen bis zwölf und die Triticale bis zu 15 Zentimeter. Die Bestände präsentierten sich aber in sehr gutem Zustand, seien blattgesund, so im Winkel. Die Böden bieten auch genügend Nährstoffe durch die Düngungen in den Wochen zuvor, Feuchtigkeit sei sowieso vorhanden, „nur die Wärme fehlt jetzt noch.“

Vorbereitet haben die Landwirte in den vergangenen Tagen ihre Äcker, um Rüben zu legen. „Das fängt diese Woche an.“ Letzte Woche begannendie Bauern schon mit dem Säen von Zwiebeln und dem Pflanzen der Kartoffeln, einige brachten auch das Sommergetreide. „Aber das gibt es kaum noch in Gladbeck“, so Ostrop. Das gilt auch für Hafer.

Ende April/Anfang Mai beginnt das Ausbringen der Maissaat. „Aber dafür muss der Boden mindestens 8° haben“, so Bernd im Winkel. Allerdings seien die Mais-Bestände in Gladbeck nicht so groß wie andernorts. Nach Schätzung von Ortslandwirt Ostrop machen werden in Gladbeck etwa 30 % mit Mais angebaut, in anderen Städten tendiert liegt diese Zahl oft bei 50 oder drüber. „Das hängt mit der hohen Zahl von Nebenerwerbsbetrieben bei uns zusammen, die lieber Getreide anbauen und verkaufen.“

Kommt der Frühling in Fahrt, setzt bei den Bauern auch die Grünlandpflege ein: Striegeln, Maulwurfshügel einebnen und die Unkrautbekämpfung. Bis Ende des Monats werde auch der erste von zwei Pflanzenschutzspritzungen durchgeführt (die zweite kommt, bevor sich die Ähren ausbilden). Und für Anfang Mai haben die Landwirte auch den ersten Grasschnitt im Blick.