Gladbeckerin klagt - die Stadt vermüllt immer mehr

Zigarettenschachteln, Trinkbecher, Brötchentüten - all das zählt an vielen Stellen zum  „Begleitgrün“ am Straßenrand, hier an der Breukerstraße.
Zigarettenschachteln, Trinkbecher, Brötchentüten - all das zählt an vielen Stellen zum „Begleitgrün“ am Straßenrand, hier an der Breukerstraße.
Foto: WAZ FotoPool
Was wir bereits wissen
Die Gladbeckerin Angelika Kraus-Buten sieht „Resignation“ und „Ermüdung“, wenn es darum geht, den Müll-Vandalen im Stadtgebiet Einhalt zu gebieten.

Gladbeck.. Im Vorfeld der 13. Frühjahrsputzaktion des ZBG, terminiert für den 21. März, rückt das Thema Müll-Vandalismus verstärkt in den Blickpunkt: Die Gladbeckerin Angelika Kraus-Buten schlägt jetzt in einer mehrseitigen E-Mail an Stadt und Kommunalpolitik Alarm: Immer mehr wilder Müll liege im Stadtgebiet herum, und kaum jemand kümmere sich darum.

Die Gladbecker Bürgerin nimmt einen Spaziergang, den sie von Butendorf aus nach Schloss Wittringen unternahm, zum Anlass für ihre Alarm-E-Mail: „Gestartet an der Schachtstraße (Karospielplatz) zieht sich ein roter Faden des achtlos hingeworfenen Mülls durch die Straßen in den Park hinein. Wo man auch hinsieht, entlang der Bundesstraße 224, entlang des Bachlaufs, entlang der Nebenstraßen und Spazierwege, ein extrem ungepflegtes, vermülltes Stadtbild.“ Ähnlich sehe es an vielen anderen Stellen im Gladbecker Stadtgebiet aus. Und wo bereits Berge von Müll lägen, so die Bürgerin, sei es geradezu eine Einladung, „noch mehr achtlos hinzuwerfen“.

Angelika Kraus-Buten richtet einen entschlossenen Appell an die Bürgerschaft, mehr Eigenverantwortung zu zeigen und auch mehr Aufklärungswillen: Der Umgang mit diesem Thema müsse in Gladbeck „offensiver gelebt werden“.

Auch kleiner Müll gehört in den Abfalleimer

Der Aktionstag „Gladbeck putzt“, der am 21. März wieder anstehe, sei zwar zu loben, reiche aber insgesamt gesehen nicht aus. Das Stadtbild spreche für sich. Es gehe darum, die allgemein herrschende Gleichgültigkeit gegenüber Müll-Vandalismus zu verändern. „So könnten beispielsweise die Besucherkinder des Karos von den Betreuern dazu motiviert werden, ihr Spielgelände mit zu pflegen und an einem Tag in der Woche oder wenigstens einmal im Monat gemeinsam, positiv verstärkt das Gelände zu entmüllen.“ Auch mehr städtische Müllsammler seien eine denkbare Maßnahme, um der Müll-Flut im öffentlichen Raum Einhalt zu gebieten.

Bürgermeister Ulrich Roland nimmt nun die Alarm-E-Mail der Gladbeckerin zum Anlass, dem Umwelt- und Betriebsausschuss das Thema Wilder Müll zur Beratung vorzuschlagen. Viele Lokalpolitiker dürften bereits vor-informiert sein, denn auch an sie ging das ausführliche Müll-Beschwerdeschreiben der Gladbeckerin („Ich vermisse das Selbstbewusstsein unserer Parteien, gezielte Impulse durch gemeinsame Kampagnen an die Bürger weiterzugeben“).

Unterdessen laufen die Vorbereitungen für die 13. „Gladbeck putzt“-Aktion am 21. März in der Zeit von 10 bis 14 Uhr auf vollen Touren - ganz im Sinne von Angelika Kraus-Buten: „Müll auch wieder aufzuheben, ist keine erniedrigende, peinliche Handlung!“