Gladbecker zeigen bei WDR 2 wieder ein Herz für ihre Stadt

2014 meisterten die Gladbecker die Stadtaufgabe - das größte Buch der Welt - perfekt.
2014 meisterten die Gladbecker die Stadtaufgabe - das größte Buch der Welt - perfekt.
Foto: WAZ FotoPool
Was wir bereits wissen
Zwei Mal hat es nicht geklappt: Jetzt nimmt unsere Stadt zum dritten Mal an der Radio-Aktion „WDR 2 für eine Stadt“ teil – und will gewinnen.

Gladbeck.. Zwei Mal hat es hauchdünn nicht hingehauen. Auf den allerletzten Millimetern zog Gladbeck in 2013 und 2014 bei der Aktion „WDR 2 für eine Stadt“ den Kürzeren. Das soll anders werden, wenn der Kölner Radiosender ab 9. Februar erneut zum Städtewettstreit aufruft. Dann spielen Städte und Gemeinden in zwei Phasen um den Sieg, die große Party mitsamt einem Starensemble. Dabei gilt: Je besser die Stadt zusammenhält umso größer ist die Chance auf den Gewinn.

„Jetzt hoffen wir, dass wir den Sieg holen“, sagt Stadtsprecherin Christiane Schmidt voller Zuversicht. „Die Zeit dafür wäre einfach reif.“ Längst hat der WDR die rund 430 Städte und Gemeinden in NRW für den achten Auftakt seiner erfolgreichen Radio-Aktion angeschrieben, sie aufgefordert, ihre Bewerbung einzureichen. Gladbeck ist natürlich wieder dabei, will es endgültig wissen. „Wir freuen uns, dass es wieder losgeht“, so Christiane Schmidt die sich noch sehr gut an die letzten Radio-Aktionen erinnert. „Es hat riesigen Spaß gemacht. Auch diesmal wollen wir alle möglichen Institutionen und Bürger mit einbinden.“

Immerhin holte Gladbeck in 2014 den Titel des Vizemeisters, musste sich um Haaresbreite dem Rivalen Remscheid geschlagen geben. Wurde dafür aber Kreismeister und schlug zudem die Nachbarstadt Bottrop. „Wir sind ganz knapp gescheitert. Das war bitter für uns.“ Dabei haben die Bürger alles gegeben. Sie stellten 2014 u.a. das größte Buch der Welt auf die Beine, verwandelten 2013 den Willy-Brandt-Platz in einen riesigen Bauernhof samt Tieren. Und alle waren begeistert bei der Sache: Vereine, Kindergärten, Schulen.

Das soll diesmal genauso werden, hofft Andreas Dunkel, Geschäftsführer des SPD-Stadtverbandes. „Es wäre toll, wenn Gladbeck wieder die Finalrunde erreichen würde.“ Er trommelt bereits heftig im Hintergrund, verschickt Mails, wirbt ums Mitmachen und Unterstützung bei den Bürgern und bittet: „Zeigen Sie Herz für Gladbeck.“ Dunkel sieht die Radio-Aktion auch als einen Imagegewinn für die Stadt. „Wir werden im Radio erwähnt.“ Zudem findet er das solidarische Handeln der Stadtgesellschaft hervorragend. „Das gemeinsame Tun steht im Vordergrund, das ist sinnstiftend.“

Mitmachen und abstimmen

Und wie wird Gladbeck Sieger? Nun, mit einer sogenannten Blitz-Qualifikation können sich die Städte ins Finale hieven. Vom 9. bis 27. Februar ruft der WDR zwischen 6 und 18 Uhr im Radio zur Abstimmung auf. Dann bleiben 30 Minuten, um auf wdr2.de abzustimmen. Die Stadt mit den jeweils meisten Stimmen landet im Lostopf. Hieraus fischt der WDR zwischen dem 2. und 6. März dann täglich zwei Finalisten. Andreas Dunkel bittet deshalb: „An Freunde, Bekannte, Verwandte weitersagen: Mitmachen und abstimmen, damit wir in die Lostrommel kommen.“

Verschärfte Bedingungen für die Teilnahme treten in Kraft

Mit den neuen Auswahlkriterien zur Radio-Aktion „WDR2 für eine Stadt“, die das Bewerberverfahren zeitlich verkürzen sollen, treten verschärfte Bedingungen in Kraft. Stadtsprecherin Christiane Schmidt: „Wir müssen mobilisieren und benötigen zudem Losglück.“ Pausenloses Radiohören gehört dann wohl vom 9. bis 27. Februar für alle Gladbecker zum Pflichtprogramm.

Taucht der Name Gladbeck dann auf, will man bei der Stadt ordentlich Alarm schlagen, alle Kanäle nutzen und die Gladbecker bitten: „Stimmt für uns ab.“ Etwas Bauchweh hat Schmidt, wenn sie an die frühe Uhrzeit denkt. „Sechs Uhr morgens, das wäre sehr gemein.“ Doch sie denkt positiv, hofft, dass der Sender ein Einsehen hat. „Wir haben zwei tolle Shows geboten, da dürfte der WDR Gladbeck ja noch in guter Erinnerung haben und uns mit einer frühen Abstimmzeit verschonen.“

Sind Blitz-Qualifikation und Lostopf-Verfahren überstanden, beginnt am 8. März die Finalrunde. Sie endet am 20. März. Immer von Montag bis Freitag besuchen die WDR2-Moderatoren jeweils einen Finalisten mit dem Bühnen-Übertragungswagen. Dann hat die Stadt einen ganzen Tag lang Zeit, um Punkte zu sammeln. Gemeinsam müssen Aufgaben innerhalb einer vorgegebenen Zeit gelöst werden. Am Ende gewinnt die Stadt mit den meisten Punkten. Bei Punktegleichstand entscheidet ein Stechen am 21. März.

Entscheidung über den Topact wird am Mittwoch, 4. Februar, übers Radio gemeldet

Eins ist schon jetzt klar, sollte Gladbeck die Krone holen, so wird es auf dem Rathausplatz zu eng. Immerhin hatte der Gewinner Dorsten rund 60 000 Gäste am Preistag zu Besuch. Auch der Festplatz bietet zu wenig Fläche, und das Stadion fällt aus sicherheitstechnischen Gründen ebenfalls flach. Ein Ausweichen in den Wittringer Park wäre vielleicht möglich. Doch es ist ja noch Zeit. Schmidt. „Mit dem Platz beschäftigen wir uns, wenn es akut wird.“

Sollte es klappen, können sich die Gladbecker Bürger jedenfalls auf einen musikalischen Topact der Spitzenklasse freuen. Welcher es nun sein wird, wollte der WDR gestern noch nicht verraten. Sprecher Uwe Lindner: „Die Entscheidung wird am Mittwoch, 4. Februar, im Radio bekannt gegeben.“