Gladbecker Politik hat Fragen zur Jugendarbeit in Butendorf

Das KARO in Butendorf an der Schachtstraße wurde 2003 als Kinder- und Jugendtreff mit Landesmitteln gebaut.
Das KARO in Butendorf an der Schachtstraße wurde 2003 als Kinder- und Jugendtreff mit Landesmitteln gebaut.
Foto: www.blossey.eu
Was wir bereits wissen
SPD/Grüne und CDU wollen Genaueres zur Neuorganisation der offenen Kinder- und Jugendarbeit von der Verwaltung wissen. Linke fordert Erhalt des Treffs

Jetzt reagiert auch die Gladbecker Politik auf die Pläne der Verwaltung, die offene Jugendarbeit im Butendorfer Kinder- und Jugendtreff KARO ab 2016 aufzugeben, und den Standort u.a. für die Jugendkunstschule zu nutzen. So sollen Einsparungen von 250 000 Euro bei der Jugendarbeit erzielt werden.

Die Fraktion aus SPD/Grünen will in einem Antrag an den Jugendhilfeausschuss genauer wissen, wie die Neuorganisation der offenen Jugendarbeit vor dem Hintergrund des Kinder- und Jugendförderplans gestaltet werden soll. Die Fraktionen interessiert auch, welche Maßnahmen konkret geplant sind und inwieweit diese Planung mit den Trägern der freien Jugendhilfe abgesprochen wurde.

Ebenso stelle sich die Frage der Fortschreibung des Kinder- und Jugendförderplans und mit der Aufgabe des Kinder- und Jugendtreffs in Butendorf die Frage, an welchen Orten künftig Ferienspielaktionen stattfinden sollen.

Auch die CDU-Fraktion erbittet in einem Antrag einen Sachstandsbericht der Verwaltung zur Neustrukturierung der offenen Jugendarbeit im KARO.

Linke fordert Erhalt des KARO

Die Linke dagegen bezieht bereits klar Position und fordert einen Erhalt des Kinder- und Jugendtreffs in Butendorf. Fraktionssprecher Olaf Jung reagiert in seiner Mitteilung auch auf den „absurden“ Vorschlag der Piraten, durch die Privatisierung des Rettungsdienstes und Krankentransportes den Kinder- und Jugendtreff zu finanzieren. Der Rettungsdienst müsse in kommunaler Hand bleiben, um die flächendeckende Versorgung der Bevölkerung mit Notfallrettung und Notfalltransporten sicherzustellen, so Olaf Jung, der anmerkt, wie schnell das „marktradikale Gedankengut der FDP in der DSL-Fraktion auf die Piraten übergegangen ist.“