Gladbecker nutzen das Angebot „Energieberatung“ in der Stadt

Petra Kerstan (Energieberaterin  der Verbraucherzentrale NRW) und Gladbecks Klimaschutzmanagerin Katrin Knur (r.) während eines Beratungsgesprächs.
Petra Kerstan (Energieberaterin der Verbraucherzentrale NRW) und Gladbecks Klimaschutzmanagerin Katrin Knur (r.) während eines Beratungsgesprächs.
Foto: FUNKE Foto Services
Was wir bereits wissen
Ratsuchende nehmen das niederschwellige Angebot „Energieberatung“ an. Expertinnen Katrin Knur und Petra Kerstan informieren in vielerlei Fragen

Gladbeck..  Niederschwellig sollte das Angebot sein – das war den Initiatoren der hiesigen Energieberatungsstelle an der Goethestraße ausgesprochen wichtig. Schließlich sollten keine Hemmschwellen Ratsuchende aufhalten, wenn sie wertvolle Tipps zu Stromsparen, Gebäudedämmen, Heizen und ähnlichen Themen einholen wollen. Und Menschen, die sich für derartige Fragen interessieren, gibt’s etliche in Gladbeck.

Dr. Dieter Briese vom städtischen Referat für Umwelt: „Wir haben festgestellt: Man muss diesen Bedarf in der Bevölkerung decken.“ Einzelne Beratungsangebote hätten dies gezeigt. Als die Stadt in der Verbraucherzentrale NRW eine Partnerin fand, wurde eine Idee Wirklichkeit: Der Energiestützpunkt an der Goe­thestraße öffnete im Juli 2014 erstmals seine Türen für Ratsuchende.

Durchschnittlich drei bis vier Termine

Nach gut einem halben Jahr ziehen Briese sowie die Beraterinnen – die städtische Klimaschutzmanagerin Ka­trin Knur und Petra Kerstan von der Verbraucherzentrale – eine erste Bilanz. Und das Trio kann beobachten: Die Vorgabe „niederschwellig“ wurde offenbar erfüllt, die Menschen wenden sich an die Fachleute. „Im Durchschnitt haben wir pro Energieberatung drei bis vier Termine“, berichtet Knur. Beim Gros der Ratsuchenden handele es sich um Hauseigentümer, so Kerstan. Die meisten, die sich informieren möchten, seien zwischen 30 und 60 Jahre alt. Briese sagt augenzwinkernd: „Jüngere Leute sind selten, weil das Interesse an diesem Thema erst mit der eigenen Wohnung und der ersten Abrechnung kommt.“

„Das Thema“ – also Energie – hat viele Facetten. Für welche Maßnahmen fließen Fördergelder? Wie lese ich meine Heizkostenabrechnung? Lohnt sich ein Wechsel zu einem anderen Stromanbieter? Welche Haushaltsgeräte sind energiesparend? Wie lassen sich Heizkosten senken? – Vielfach legen Menschen einen ganzen Fragenkatalog auf den Tisch.

„Bei der Terminabsprache grenzen wir die Themen grob ein“, erklärt Knur. Mit Kerstan versorgt sie in der Erstberatung die Interessierten mit Informationen und weiteren Kontakten. Bisweilen empfehle sich auch eine Vorortberatung.

Kerstans erstes Gebot: „Man muss sich erst mal den Energieverbrauch bewusst machen.“ Manchmal hilft schon ein verändertes Verhalten, um Kosten zu sparen. Beispiel: Stromfresser ausfindig machen und – im wahrsten Sinne des Wortes – ausschalten. Messgeräte wie sie die Stadtbücherei ausleiht, bringen Verbraucher auf die Spur von Kühlschränken, Computern & Co., die Energie verschleudern.

Beratungszeit verschoben

Auf Wunsch der Bevölkerung wurde die Beratungszeit von anfänglich 14 bis 17 Uhr auf 15 bis 18 Uhr verlegt. Damit noch mehr Menschen die Chance haben, den Rat der Expertinnen zu bekommen. Briese: „Ich persönlich bin ganz froh, dass wir dieses Angebot in Gladbeck haben!“