Gladbecker Heimkinder in Ungarn - alle Vorgaben eingehalten

Im in die Kritik geratenen Neustart-Heim im ungarischen Pecs wurden acht Gladbecker Kinder betreut.
Im in die Kritik geratenen Neustart-Heim im ungarischen Pecs wurden acht Gladbecker Kinder betreut.
Foto: Funke Foto Services
Was wir bereits wissen
Der Skandal um die Betreuung von Heimkindern im Ausland hat erneut die Stadt Gladbeck beschäftigt. Er war Thema in einer nicht öffentlichen Sitzung.

Gladbeck..  Der von Bürgermeister Roland in Auftrag gegebene Prüfbericht zum intensivpädagogischen Aufenthalt Gladbecker Kinder im in die Kritik geratenen Neustart-Heim in Ungarn wurde dem Rechnungsprüfungsausschuss jetzt in nicht öffentlicher Sitzung vorgelegt.

Ulrich Theis vom Rechnungsprüfungsamt der Stadt kommt demnach zum Ergebnis, dass bei der Unterbringung der acht Kinder vom Jugendamt die gesetzlichen wie örtlichen Vorgaben eingehalten wurden. Beim Großteil der Jugendlichen seien die angestrebten Ziele erreicht worden, zwei Beschwerden von Eltern sei durch Meldung an den Träger St. Josef (Gelsenkirchen) nachgegangen worden.

Auch Kritik geäußert

Der RPA-Bericht äußert aber auch Kritik, nach dem Motto ‘Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser’. So sei nach der ersten Rechnungsstellung durch den Kinderschutzbund Gelsenkirchen (statt St. Josef) die Trägerschaft vom Jugendamt „nicht hinterfragt“ worden. Kritisch sieht der Prüfbericht auch das Thema des unklaren Leistungskataloges. Es sei angebracht gewesen, „eine Leistungsvereinbarung beim Kinderschutzbund anzufordern, insbesondere weil es sich bei ‘Neustart’ um eine neu konzipierte Maßnahme handelte“. Ob die Stadt so finanziellen Schaden erlitt, werde sich nach Abschluss der staatsanwaltlichen Ermittlungen zeigen.