Gladbecker Grundschulkinder entdecken Kirche(n)

Beatrix Klein-Wiele (l.) und Gemeindereferentin Maria Seppelfricke (r.) nehmen Grundschulkinder mit auf Entdeckungsreise.
Beatrix Klein-Wiele (l.) und Gemeindereferentin Maria Seppelfricke (r.) nehmen Grundschulkinder mit auf Entdeckungsreise.
Foto: FUNKE Foto Services
Was wir bereits wissen
Über schulpastorales Konzept der Propsteipfarrei St. Lamberti für Grundschüler wollen Beatrix Klein-Wiele und Maria Seppelfricke Beziehungen knüpfen.

Gladbeck..  Mädchen und Jungen, die nicht wissen, was ein Altar ist? Oder ein Taufbecken? Das dürfte erwachsenen Christen vielleicht nachvollziehbar sein, wenn es sich um Kinder anderen Glaubens, beispielsweise junge Muslime, handelt. Aber – man mag es kaum glauben – auch Grundschüler, die zur Kommunion gehen wollen, kennen sich in Gotteshäusern bisweilen kaum aus, haben Beatrix Klein-Wiele und Maria Seppelfricke von der Gemeinde St. Lamberti festgestellt. Die Zeiten, in denen Kirche und Glaube fest zum christlichen Alltag gehören, sind eben passé.

Grundschulen können „buchen“

Auf die gesellschaftlichen Veränderungen reagiert die Propsteipfarrei St. Lamberti mit einem neuen religionspädagogischen Angebot für Grundschüler – genauer gesagt für die Stufen zwei und vier. Beatrix Klein-Wiele (52), die seit elf Jahren für die Gemeinde wirkt, und Maria Seppelfricke (57), die im Jahr 2004 ihre Tätigkeit für die Pfarrei aufnahm und unter anderem Gemeindereferentin in St. Johannes ist, halten die Fäden der schulpastoralen Arbeit in Händen. Das Damen-Duo hat ein Ziel ins Auge gefasst: Es will mit seinem Konzept eine Beziehung zwischen der jungen Generation und Kirche aufbauen. Gladbecker Grundschulen können die Angebote für Zweit- und Viertklässler „buchen“.

Ganzheitlicher Ansatz

Der Konzept-Ansatz ist ein ganzheitlicher: Klein-Wiele und Seppelfricke wollen Grundschulkinder nicht nur auf religiöser, sondern auch auf sozialer und emotionaler Ebene ansprechen. Das klingt verschult und kompliziert, soll aber in der Praxis genau das Gegenteil sein. Die beiden Frauen wollen Zweit- und Viertklässlern „Weggeschichten“ erzählen, ihnen Neues zeigen, dem Nachwuchs spielerisch Kirche näher bringen. Dafür verlassen die Mädchen und Jungen sogar das Klassenzimmer.

Stationen im Kirchenraum

Denn Beatrix Klein-Wiele und Maria Seppelfricke nehmen Zweitklässler beispielsweise mit auf eine Entdeckungsreise. Das für einige Mädchen und Jungen unbekannte Land: ein Gotteshaus. „Die Kinder sollen die wichtigsten Stationen im Kirchenraum kennen lernen: Altar, Ambo, Orgel und so weiter“, hat sich Beatrix Klein-Wiele vorgenommen. Denn sie hat erkannt: „Es besteht Bedarf.“ Das Angebot gilt übrigens nicht nur für junge Katholiken. Das liegt den beiden engagierten Frauen am Herzen: Jedes Kind, einerlei welcher Konfession, darf dabei sein.: „Es geht uns darum, mehr Gemeinsamkeiten als Unterschiede herauszustellen.“

Viertklässler, die mit dem Wechsel zu einer weiterführenden Schule einen Umbruch im Leben erfahren, sollen anhand biblischer Geschichten und Spiele Orientierungshilfen bekommen, Mut für die Zukunft fassen und Perspektiven entwickeln.

Unterstützung willkommen

Die religionspädagogischen Bausteine für das zweite und vierte Schuljahr werden mittwochs und donnerstags von 10 bis 12.30 Uhr angeboten.

Über personelle Unterstützung (Lehrkraft/Eltern) würden sich Beatrix Klein-Wiele und Maria Seppelfricke freuen. Telefonischer Kontakt: 7 84 65 06, beatrix.klein-wiele@sankt-lamberti.de; 27 56 58, gr.seppelfricke@sankt-lamberti.de