Gladbecker Gesamtschüler schnuppern in Berufe hinein

Praxis-Proben zählen stets zum Programm bei den Berufsinformationstagen im Eon-Ausbildungszentrum.
Praxis-Proben zählen stets zum Programm bei den Berufsinformationstagen im Eon-Ausbildungszentrum.
Foto: WAZ FotoPool
Was wir bereits wissen
Frühzeitige Berufsorientierung gehört auf den Stundenplan - die Gladbecker Geamtschule zeigt’s.

Gladbeck..  Zwei Grundkurse Technik mit insgesamt 40 Schülerinnen und Schülern der Jahrgangsstufe EF der Ingeborg-Drewitz-Gesamtschule kooperierten in diesem Schuljahr mit den E.ON-Ausbildungsbetrieben in Gelsenkirchen. Organisiert und finanziert wurde das Projekt vom Gladbecker zdi-Zentrum I+I=Z.

Ein Rundgang durch die Ausbildungswerkstatt in Gelsenkirchen-Hassel veranschaulichte alle Inhalte der Ausbildungsberufe Industriemechaniker, Anlagenmechaniker und Industriekaufmann bis hin zur Abschlussprüfung. Bei intensiven Gesprächen mit den Auszubildenden erfuhren die Schülerinnen und Schüler viel über die Anforderungen in den Ausbildungsberufen.

Dabei wurden in der Ausbildungswerkstatt Maschinen wie Dreh- oder Fräsmaschinen, Werkzeuge, Arbeitsmaterialien und Ergebnisse von Abschlussprüfungen gezeigt, erklärt und praktisch vorgeführt. Die wichtigste Station in der Ausbildungswerkstatt war allerdings die computergesteuerte CNC-Fräsmaschine.

Hier konnten die Schülerinnen und Schüler ihre zuvor im Technikunterricht entwickelten Fräsprogramme in die CNC-Maschine (Computerized Numerical Control, übersetzt „rechnergestützte numerische Steuerung“) übertragen und beobachten, wie die Fräse die Programme automatisch umsetzt und selbstständig eine Messingplakette nach den Vorgaben der Jugendlichen fräste.

Kooperation zwischen Schule und Unternehmen startete im Jahr 2008

Bereits im Dezember 2014 hatte E.ON-Ausbilder Jonas Fauser die Schülerinnen und Schüler in der Ingeborg-Drewitz-Gesamtschule besucht und die CNC-Frästechnik und das dazugehörige Computerprogramm in den Technikkursen ausführlich vorgestellt.

Die jungen Leute erhielten dabei von ihm eine konkrete Aufgabe, die sie selbstständig mit der professionellen Frässoftware im weiteren Verlauf des Technikunterrichts lösen mussten. Die fertigen Werkstücke wurden von den Schülerinnen und Schülern stolz präsentiert und hinsichtlich möglicher Verbesserungen kritisch beurteilt.

Die Kooperation zwischen Schule und Unternehmen fand erstmalig 2008 statt und wird seitdem jährlich mit großem Erfolg wiederholt.