Gladbecker Fans freuen sich - spielfreie Zeit endlich vorbei

Jetzt können die Fußballfans ihre Fahnen wieder im Stadion wehen lassen. Die Bundesliga ist nach der Winterpause in die Rückrunde gestartet.
Jetzt können die Fußballfans ihre Fahnen wieder im Stadion wehen lassen. Die Bundesliga ist nach der Winterpause in die Rückrunde gestartet.
Foto: WAZ FotoPool
Was wir bereits wissen
Gladbecker fiebern den weiteren Auftritten ihrer Lieblings-Mannschaften entgegen.König Fußball lässt die Herzen höher schlagen.

Gladbeck.. „Fußball ist unser Leben, denn König Fußball regiert die Welt“, singt die deutsche Nationalmannschaft ein Jahr vor der WM 1974. Für viele Fans stimmt diese Songzeile wohl bis heute. Am Wochenende war es dann endlich wieder soweit. Die Winterpause der Bundesliga ist vorbei und samstags wird endlich wieder gekickt. Die WAZ fragte am Samstagabend, nach den Auftritten der Revierklubs Schalke und Dortmund, bei den Gladbeckern nach, auf welchem Rang ihr Verein in der Endabrechnung landeten.

Marius Zimniak (17) ist Vollblut-Schalker. „Ich bin zufrieden“, sagte der Gladbecker nach dem knappen 1:0-Sieg gegen Hannover 96. „Hauptsache wir haben gewonnen. Am Ende der Saison stehen wir auf Rang drei.“ Und auch wenn die rote Karte für Torjäger Klaas-Jan Huntelaar schmerzt, sagt Zimniak: „Ich bin absoluter Huntelaar-Fan.“ Das hat einen einfachen Grund. Vor elf Jahren zog er aus Oldenzhal in den Niederlanden ins Ruhrgebiet nach Gladbeck. „Ich bin schließlich selbst Holländer, eben wie Huntelaar“, strahlt der Gladbecker.

Gelungener Einstand am Samstag

Wie haben die heimischen Fußballfans die bundesligafreien Wochenenden verbracht? „Kurz nach Weihnachten hat die Bundesliga gar nicht so gefehlt. Zuletzt wurde es aber schlimm“, erklärt Rita Wenning, die dem Geißbock-Verein aus Köln seit Jahren die Daumen drückt. „Samstags muss man einfach ins Stadion gehen oder das Auswärtsspiel auf der Couch schauen. Das ist ein ungeschriebenes Gesetz.“

Gerade ist die Partie zwischen Leverkusen und Borussia Dortmund abgepfiffen, die Klopp-Elf rutscht auf den letzten Tabellenrang. „Kein Grund zur Sorge“, sagt Stefanie Rott, die als BVB-Fan derzeit doch ein wenig leiden muss. „Wir haben in der Vergangenheit gezeigt, dass wir Fußball spielen können. Wir steigen nicht ab.“ Jenny Skrotzki wird übrigens nicht müde, ihre Freundin ein wenig aufzuziehen. „Natürlich ärgere ich sie manchmal. Das muss man als Schalker eben machen.“

Einig sind sich die Gladbecker, dass sich wohl die Bayern – trotz der 1:4-Niederlage am Freitagabend gegen Wolfsburg – die Meisterschaft holen werden. Doch einer widerspricht: Christian Dyballa (45) hofft noch auf die besagte Hecking-Elf aus der Autostadt. „Wolfsburg hat schon stark gespielt. Vielleicht geht da noch etwas.“ Dyballa selbst ist übrigens Mönchengladbach-Fan. Auch er feierte einen gelungenen Einstand am Samstagmittag. „Das 1:0 gegen Stuttgart war schon recht nervenaufreibend“, so der Gladbecker. „Unsere Chancenverwertung muss unbedingt besser werden“, fordert Dyballa. Dann könnte es sogar mit der Champions-League am Ende klappen. „Es wäre traumhaft, wenn uns das gelingen würde.“

Und wer steigt nun ab? Marcel Viterra (33) hat zumindest zwei klare Kandidaten: „Paderborn und Freiburg werden es schwer haben“, sagt der Fan des FC Bayern München. „Hamburg, Bremen, Dortmund und Stuttgart werden die Relegation unter sich ausmachen“, mutmaßt Viterra.