Gladbecker Déjà-vu im neuen Jahr

Déjà-vu nennt man wohl das Gefühl, das viele Gladbecker zum neuen Jahr empfinden. Ausbau der B 224 zur A 52 und ein riesiges Autobahnkreuz vor Wittringen? Das hatten wir doch so ähnlich vor drei Jahren, als sich um die Jahreswende 2011/’12 Befürworter und Kritiker der B224-Ausbaupläne mit Tunnel warm liefen für das Bürgervotum im März! Und jetzt trommelt die Bürgerinitiative wieder laut, um möglichst viele Kritiker zu aktivieren, und die IHK schickt im Jahresausblick hoffnungsvolle Worte für einen möglichst schnellen Ausbau . . .

Also alles wie gehabt? Nein, doch nicht. Während sich 2012 die Stadtspitze und die Ratsmehrheit für einen Ausbau mit Tunnel stark machten, kämpfen diesmal Bürgermeister und Politik Seite an Seite mit der Bürgerinitiative gegen die aktuellen Ausbau-Vorschläge des Landes. Diesen Schulterschluss hätte Bürgermeister Roland vor einem Jahr wohl als absurde Fantasie von sich gewiesen!

Doch gemach: Noch ist der Zeitpunkt, an dem der erste Bagger zur B224 rollt, weit weg. Es wird im Rahmen der Offenlegung der Pläne im Planfeststellungsverfahren viele Einwendungen geben, die zu bearbeiten sind – das kann dauern. Und entschieden ist auch dann noch nichts. Für die betroffenen Anwohner längs der Trasse allerdings ist das kein Trost, sie leben weiter mit der Ungewissheit, was in Zukunft auf sie zukommt.