Gladbecker Abiturienten haben vielfältige Pläne

Schule - und was kommt danach? Die WAZ-Redaktion befragte Abiturienten bei der Feier ihres letzten Schultages in Wittringen.
Schule - und was kommt danach? Die WAZ-Redaktion befragte Abiturienten bei der Feier ihres letzten Schultages in Wittringen.
Foto: Funke Foto Services
Was wir bereits wissen
Besonders lange Auslandsreisen stehen bei den Schulabsolventen hoch im Kurs. Kolumbien und Neuseeland sind die Ziele. Die WAZ hörte sich um.

Gladbeck..  Schule...und dann? Vor dieser Frage stehen derzeit zahlreiche Abiturienten und Schulabgänger, die jüngst ihren letzten Schultag erlebten und gebührend feierten. Die WAZ sprach mit einer Hand voll von ihnen über den zukünftigen Weg.

Bundesfreiwilligendienst, Studium, Ausbildung oder doch beides gleichzeitig? Die Möglichkeiten nach dem jahrelangen Pauken sind groß. Der eine hat da eine schlaflose Nacht, weil er einfach nicht weiß, „was er mit dem Leben“ anfangen soll. Der andere hingegen hat „den Plan“, eine Stelle und alles ist vollkommen abgesichert.

„Ich werde beim Jugendamt der Stadt Gladbeck anfangen“, erklärt Tobias Sanders (18), der dort zunächst einen Bundesfreiwilligendienst absolviert. „Ich arbeite gern mit Kindern und Jugendlichen.“ Also geht es fortan ins Bildungs- und Begegnungszentrum nach Brauck.

Reisen ist in Mode

Charlene Nowak (17) vom Heisenberg-Gymnasium wird in Bochum eine Ausbildung zur Medizinisch-technischen Laborassistentin beginnen. Für die Zeit danach steht fest: „Ich möchte auf jeden Fall studieren. Irgendetwas mit Chemie könnte ich mir doch sehr gut vorstellen.“ Pia Senkel (19) vom Riesener-Gymnasium hat indes eine große Reise vor der Brust. Es geht ins entfernte Kolumbien. „Schon vor einem Jahr war ich in den USA.“ Das Fernweh überwiegt nach der Schulzeit: „In Kolumbien möchte ich spanisch lernen.“

Ebenfalls reisen wird Lennart Keßen (18) vom Ratsgymnasium. Mit drei Freunden geht es für ihn nach Neuseeland. „Gemeinsam haben wir Lust auf eine Auszeit vom Alltag. Wenn wir das jetzt nicht machen, wann denn dann?“, fragt der junge Gladbecker. Auf dem Plan stehen: „Work and Travel“. „Ich weiß noch nicht genau, was ich in Zukunft machen möchte. Da bietet sich so eine Reise perfekt an.“

Manch einer grübelt noch

Unschlüssig ist sich der „Heisenberger“ Marcus Wiechers (21). Antworten auf Bewerbungen stehen noch aus. Ein Studium ist ebenfalls eine Option: „Ich habe mich als Industriekaufmann und bei der Verwaltung der Stadt beworben“, erklärt Wiechers. „Ich kann mir Vieles vorstellen. Über die Bundeswehr denke ich ebenfalls nach, wie auch ein Journalismus-Studium.“

Obwohl Sebastian Baum (19), wie er selbst sagt, „nur mäßige Noten hat“, durfte er sich bereits über die Zusage einer Bewerbung freuen. Für den Gladbecker geht es für die Ausbildung ins benachbarte Gelsenkirchen. Baum wird Speditionskaufmann. „Ich habe mich riesig gefreut über die Zusage. Ich spreche polnisch und das hilft in diesem Zweig weiter.“