Gladbeck verändert sich

Die fetten Jahre sind vorbei. Das weiß Gladbeck natürlich schon lange, und ganz so üppig war’s hier ja sowieso nie. Und doch muss der Gürtel noch enger geschnallt werden, soll der Haushalt in 2018 tatsächlich ausgeglichen sein. An den Steuerschrauben wurde zum Leidwesen der Bürger in den vergangenen Jahren schon gedreht, jetzt stehen städtische Einrichtungen und Angebote auf dem Prüfstand. Ab 2016 wird ernst gemacht mit den Plänen.

Für die Sportvereine ist die Zeit der kostenlosen Nutzung von Plätzen und Hallen schon ab August passé. Doch wer ehrlich ist, gibt zu: Die Beträge sind moderat. In anderen Städten staunt man sowieso, dass es den Luxus hier so lange gab. Dennoch: Damit einher geht auch ein Paradigmenwechsel. Wer zahlt, ist Kunde, kann selbstbewusst Ansprüche stellen.

Der Sparzwang führt damit auch zu Veränderungen in der Stadtgesellschaft. Wenn, so das andere Beispiel, Mittel für die offene Jugendarbeit fehlen, eröffnet das aber auch eine Chance zum Nachdenken darüber, ob gewohnte Konzepte noch auf die Bedürfnisse der Jugend von heute passen. Bewährtes auf den Prüfstand zu stellen kann bedeuten, dass neue Möglichkeiten sichtbar werden.

Gladbeck verändert sich in vielerlei Hinsicht. Dieser Wandel, auch der demografische, ist ja nicht aufzuhalten. Damit ist umzugehen.