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Marin Luther Forum Ruhr

"Gladbeck kann stolz sein!"

30.10.2009 | 21:46 Uhr
"Gladbeck kann stolz sein!"

„Gladbeck kann stolz sein! Stolz auf das Martin Luther Forum Ruhr. Und stolz auf die Menschen, die sich für die neue Nutzung der Markuskirche über Monate hinweg eingesetzt haben.” Das sagte Landtagspräsidentin Regina van Dinther am Freitagabend bei der Eröffnung des Martin Luther Forum Ruhr.

Schirmherrin Regina van Dinther erinnerte vor 300 Eröffnungsgästen an die vielen schmerzlichen Kirchenschließungen in der Region und im ganzen Land: „Mit vielen berechtigten Ängsten sind die Nachrichten von Kirchenschließungen im Ruhrgebiet verbunden. So war es auch hier in Gladbeck. Es war zu befürchten, dass eine unersetzbare Lücke für das Miteinander im Osten der Stadt entsteht. Umso glücklicher dürfen wir heute sein, dass es gelungen ist, dieses schöne Gemeindezentrum mit neuem Leben zu erfüllen.”

Ein besonderer Abend an der Bülser Straße

Landtagspräsidentin Regina van Dinther und Präses Alfred Buß zählten am Freitagabend zu den Rednern bei der Eröffnung des Martin Luther Forum Ruhr. Fotos: Franz Meinert / WAZ FotoPool

30. Oktober 2009 – ein besonderer Abend in der 2008 geschlossenen Markuskirche an der Bülser Straße. Bis zuletzt liefen die Bauarbeiten am neu und großzügig gestalteten Eingangsbereich, ab 19 Uhr fuhren die Gäste vor, um kurz darauf eine überaus facettenreiche und oft auch sehr nachdenklich stimmende Eröffnungszeremonie zu erleben.

Die Begrüßung von Beirats-Chef Dr. Martin Grimm, das Grußwort von Bürgermeister Ulrich Roland, das Geleitwort der Landtagspräsidentin, der spannende und äußerst kenntnisreiche Festvortrag von Präses Alfred Buß, die Gedanken zum Luther-Triptychon von Pfarrer Peter R. Seeber (der dafür in die Rolle Luthers schlüpfte), feierliche Bläserensemble-Musik unter Leitung von Landesposaunenwart Daniel Salinga – es waren ganz besondere Stunden in der 2008 geschlossenen Markuskirche. Stunden des Feierns und des intellektuellen Austausches. Ein stimmungsvoller Auftakt, der Vorfreude weckte auf weitere Programmpunkte des MLFR, das auch Teil der Kulturhauptstadt 2010 ist.

"Das reformatorische Erbe erlebbar machen"

Er wünsche sich, dass das neue Luther Forum „viele Menschen anlockt, die zweifeln, die kritisch sind, die die Wahrheit suchen”, sagte Pfarrer Peter R. Seeber alias Luther. Im neuen Forum solle konsequent Position bezogen werden, das reformatorische Erbe müsse hier lebendig und erlebbar gemacht werden. In diesem Sinne argumentierte auch Präses Alfred Buß, der in seinem Festvortrag eindringlich daran erinnerte, dass die Reformation für eine Zeit des Aufbruchs stehe – für eine neue Zeit, in der sich der Mensch als Individuum entdeckt habe. Dr. Martin Grimm unterstrich gleich zum Auftakt: „Wir suchen den Dialog und möchten mit unserem Programm dazu beitragen, dass die Wurzeln christlicher Kultur lebendig bleiben.”

Nach dem offiziellen Teil trafen sich die Gäste zum Gedankenaustausch

Peter R. Seeber gerieten zu guter Letzt in seiner Rolle als Luther auch irdische Freuden nicht aus dem Blickfeld: „So, genug gesprochen! Ihr geht jetzt hin, seid fröhlich und feiert, esst und trinkt gutes Bier, denkt nach und sprecht über meine Worte.” Die Gäste nahmen die Einladung gerne an. . .

Michael Bresgott

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Kommentare
01.11.2009
18:39
Gladbeck kann stolz sein!
von derlustigebosniak | #6

@Nr5:
Dir gefiehl der Ablasshandel besser ? Oder die klerikale Macht in Rom ? Wieviele arme Menschen mussten zur Aufrechterhaltung des katholischen Reichtums ihr Leben lassen ? Wer hat eigendlich den Petersdom bezahlt ? und woher kommt das ganze geklaute Gold , was in den röm. kath. Kirchen und Palästen steht ? Wieviele hunderttausende sind dafür verhungert ? Wer ist Eigentümer der weltweit größten Bank - und Immobilienverwaltung ?

Ich würde mir in unserer weltweiten sozialen Eiszeit einen neuen Martin Luther wünschen.

Stellvertreter Christi auf Erden....MUHAHAHAHAHA...

31.10.2009
19:26
Gladbeck kann stolz sein!
von bauernverraten | #5

Etwa 100.000 Bauern verloren ihr Leben, weil Luther sie verraten und sich auf die Seite der Grundbesitzer und Fürsten geschlagen hat. Gleichzeitig erledigte er damit seinen Konkurrenten Müntzer, der auch auf Reformator machte.
Bis zum heutigen Tag hat sich das Intrigenspiel in der ev. Kirche fortgesetzt - letztlich dient die ganze Nummer nur der Unterstützung der jeweils Herrschenden.

„Wenn ich könnte, wo würde ich ihn [den Juden] niederstrecken und in meinem Zorn mit dem Schwert durchbohren.“ Luther

Was macht ihn eigentlich so interessant, etwa der latent vorhandene Judenhass in unserer Gesellschaft?

31.10.2009
16:49
Gladbeck kann stolz sein!
von werbrauchtschonluther | #4

Es mag ja sein, dass Gladbeck nur 80.000 Euro da reinsteckt, aber insgesamt ist über eine Million Euros an Steuergelder da rein geflossen. Auch wenn die resdtliche Knete vom Landschaftsverband kam - der kann jeden Euro auch nur einmal ausgeben. Statt religiöse Gedenkstätten für einige Möchtegern-Eliteheinis zu fördern, hätte man mit dem Geld soziale Projekte anstoßen können.
Peinlich ist, dass sich in der Ev. Kirche kein Widerstand regt. Nach außen gibt man sich sozial engagiert, aber wahrscheinlich nur, um nicht noch mehr Menschen zu verprellen.

31.10.2009
15:02
Gladbeck kann stolz sein!
von Schlümpes | #3

Ich zahle Kirchensteuern und das ist auch gut so.

Das muss jeder akzeptieren.BASTA

Gute Besserung

31.10.2009
08:52
Gladbeck kann stolz sein!
von er kapiert wohl nix | #2

Du bist so oft hier und bietest uns Deine merkwürdigen Kommenarte zu lesen an.

Aber dass dieses Forum eine Menge Geld dem Steuerzahler kostet
haste immer wohl noch nicht kapiert !

nur zur wiederholenden Info: Gladbeck haut da 80.000 € rein evtl. mehr !

30.10.2009
23:17
Gladbeck kann stolz sein!
von Bahnfahrer | #1

Hoffentlich kostet es dem Steuerzahler kein Geld. Wer ist eigentlich in Deutschland noch in der Kirche? So etwas kann und will sich doch keiner mehr leisten. Früher sagte der Pastor noch es gibt Menschen die aus der Kirche austreten, damit sie besser glauben können.
Augenwischerei. Diese die ausgetreten oder besser erst gar nicht beigetreten sind, haben viel Geld gespart.

Das muss jeder akzeptieren.
Basta

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