Gladbeck

Gladbeck führt gelbe Karte für Müllsünder ein

Achtlos entsorgter Müll an der Sitzgelegenheit im Rathauspark. Dafür soll es künftig eine gelbe Karte zur Verwarnung geben.
Achtlos entsorgter Müll an der Sitzgelegenheit im Rathauspark. Dafür soll es künftig eine gelbe Karte zur Verwarnung geben.
Foto: FUNKE Foto Services
Was wir bereits wissen
Die Stadtverwaltung antwortet ausführlich auf eine Bürgeranfrage im Hauptausschuss und nennt Maßnahmen, die zu mehr Sauberkeit beitragen sollen.

Gladbeck.  . Der Müll, die Stadt und was man dagegen tun könnte – das Thema treibt Politiker immer ‘mal wieder um (zuletzt meldete sich dazu die CDU), beschäftigt aber auch Bürger wie Wolfgang Kill. Er brachte seine Anfragen zur „Wildvermüllung“ nun im Hauptausschuss vor, der als Beschwerdeausschuss Bürgern diese Möglichkeit einräumt.

Wissen wollte Kill beispielsweise, wie oft der KOD (Kommunale Ordnungsdienst) Verwarngelder wegen weggeworfener Zigarettenkippen, Kaugummi oder nicht entfernten Hundekots verhängt hat. Die Antwort der Verwaltung: Das geschehe in der Regel 30 bis 40 Mal im Jahr.

Ausführlich nahm die Verwaltung auch Stellung zur Frage, was man zu tun gedenke, um die Stadt sauberer zu machen. Danach soll die Präsenz des KOD im Innenstadtbereich intensiviert werden, KOD-Mitarbeiter mindestens dreimal die Woche bestimmte Punkte im Innenstadtbereich kontrollieren und schwerpunktmäßig in Sachen „Hundekot“ bekannte Verschmutzungsecken aufsuchen.

Und die „gelbe Karte“ werde wieder eingeführt, erklärte Ordnungsdezernentin Nina Frense. Damit werden Verwarnungen ausgesprochen, beim nächsten Vergehen wird es dann ernst.

Politische Diskussion

Ganz ohne politische Diskussion und die eine oder andere Spitze blieb dieses Thema natürlich nicht. „Man muss doch die Kirche im Dorf lassen. Gäste von auswärts loben Gladbeck für seine Sauberkeit“, mahnte Bürgermeister Ulrich Roland unter Hinweis auf den jüngsten Vorstoß der CDU zum Müll in der Stadt. Und er erinnerte gern daran, dass erst unter seiner Ägide ab 2004, bzw. seit der SPD-Mehrheit im Rat, sechs Kräfte im KOD eingestellt wurden.

„Nein, wir sind keine vermüllte Stadt“, gab auch CDU-Fraktionschef Peter Rademacher zu, aber die Situation sei „verbesserungsfähig“. Sein Rat: Alle gesellschaftlichen Gruppen sollten daran arbeiten, Verschmutzungen zu ächten.