Gladbeck freut sich auf Ikea-Haus in Bottrop

Der Bottroper Oberbürgermeister Bernd Tischler (Mitte) bei der Pressekonferenz in Bottrop, an der Unternehmensvertreter. Volker Jungmann (CDU-Sprecher im Wirtschaftsförderungsausschuss), Nobert Höving (l.; Technischer Beigeordneter),  Hans-Joachim Bruschke (3.v.l.; Leiter Projektentwicklung Ikea Deutschland) und Thilo Meyer (r.; Real Estate Project Manager, Ikea) teilnahmen.
Der Bottroper Oberbürgermeister Bernd Tischler (Mitte) bei der Pressekonferenz in Bottrop, an der Unternehmensvertreter. Volker Jungmann (CDU-Sprecher im Wirtschaftsförderungsausschuss), Nobert Höving (l.; Technischer Beigeordneter), Hans-Joachim Bruschke (3.v.l.; Leiter Projektentwicklung Ikea Deutschland) und Thilo Meyer (r.; Real Estate Project Manager, Ikea) teilnahmen.
Foto: FUNKE Foto Services
Was wir bereits wissen
Niederlassung an der B 224 wurde als Dreistädte-Projekt gemeinsam von Bottrop, Gladbeck und Gelsenkirchen verhandelt. 150 Arbeitsplätze entstehen.

Gladbeck..  Ikea lässt sich in Bottrop nieder – und Gladbeck freut sich mit über diese Entscheidung des schwedischen Möbelhauses. Die Stadt hofft, von der Ansiedlung zu profitieren und hat daher schon am Zustandekommen dieser Niederlassung im Bottroper Süden an der B 224, nur wenige hundert Meter von der Gladbecker Stadtgrenze entfernt, ihren Teil beigetragen.

Denn die 51. Ikea-Ansiedlung in Deutschland, die 2018 eröffnet werden soll, wurde als ein Dreistädte-Projekt konzipiert. Bei den Gesprächen im Vorfeld saßen Bürgermeister Ulrich Roland und die Gladbecker Wirtschaftsförderung daher mit am Verhandlungstisch – gemeinsam mit den OB’s der Nachbarstädte, Frank Baranowski aus Gelsenkirchen und Bernd Tischler aus Bottrop, sowie den Vertretern der dazu gehörigen Wirtschaftsämtern. Komplettiert wurde das Städtetrio von RVR-Chefin Karola Geiß-Netthövel.

„Wir verstehen diese bedeutsame Ansiedlung als ein regionales Projekt“, betonte denn auch Oberbürgermeister Tischler bei der Vorstellung der Pläne gestern in Bottrop. Die 150 Arbeitsplätze kommen den Menschen in allen drei Städten zugute, aber auch die Handwerks- und Bauunternehmen werden profitieren, indem sie bei der Vergabe der Planungs- und Bauaufträgen vorrangig berücksichtigt werden.

„Dazu wird es noch eine schriftliche Vereinbarung mit Ikea geben“, sichert der Leiter der Gladbecker Wirtschaftsförderung, Peter Breßer-Barnebeck, zu. Alle drei Städte geben außerdem ein Gutachten über die Auswirkungen dieser Neuansiedlung auf den Innenstadthandel der jeweiligen Stadt in Auftrag. Michael Karutz von der CIMA Stadtmarketing GmbH, der für Gladbeck das Einzelhandelskonzept erstellt hat, wird prüfen, welches Sortiment passen könnte. „Der Anteil der zentrenrelevanten Sortimente wird festgeschrieben“, so Breßer-Barnebeck. Ikea könnten im Bereich des Randsortiments durchaus Grenzen gesetzt werden.

Doch bis dahin dauert es noch, muss erst das Planungsvorhaben auf den Weg gebracht werden. Der Standort im „Kraneburger Feld“ wird bei Umweltschützern nicht unumstritten sein. Schon in der Diskussion über den Ausbau der B 224 zur A 52 hatten Verbände und Anwohner ihre Bedenken aus Naturschutzgründen deutlich gemacht. Und natürlich wird die geplante Autobahn sowieso eine Rolle spielen bei der Planung. Ein Zubringer zu Ikea, der später auch zum Autobahnbau passt, soll zunächst als großes Kreuzungsbauwerk an der B 224 und der Straße Im Gewerbepark realisiert werden. Die Landesbehörde Straßen NRW ist bereits eingeweiht.