GLA-Tour führt im Mai 2015 in die Metropole Istanbul

Huriye Aydin (li.) und Nilüfer Akcay (re.) -Gründungsmitglieder der „Gladbecker Lebendige Alternative“.
Huriye Aydin (li.) und Nilüfer Akcay (re.) -Gründungsmitglieder der „Gladbecker Lebendige Alternative“.
Foto: WAZ FotoPool
Was wir bereits wissen
Die „Gladbecker Lebendige Alternative“ will sich 2015 verstärkt in der Öffentlichkeit zu Wort melden und plant für Mai ein besonderes Projekt.

Gladbeck..  Das Protestphänomen Pegida, die fortlaufende Diskussion um Islam und Islamismus - gibt es eigentlich einen besseren Zeitpunkt als dieses Jahr 2015, um sich besser miteinander bekanntzumachen und Vorurteile abzubauen?

Die Initiative GLA (Gladbecker Lebendige Alternative) setzt genau an diesem Punkt an und bietet im Mai eine nicht-kommerzielle Reise in die türkische Metropole Istanbul an. Die GLA-Vorsitzende Nilüfer Akcay unterstreicht: „Die sorgsame Behandlung von integrativen Themen ist unser Leitgedanke. Wir haben uns zum Ziel gesetzt, unser Zusammenleben zu stärken.“

Verständnis wecken, Einblick in Lebensentwürfe geben - mit diesem Ziel startet vom 14. bis 17. Mai die Reise der GLA-Initiative nach Istanbul. „Wir möchten den Teilnehmern bei dieser Reise Menschen mit türkischen Wurzeln zeigen und Ihnen näher bringen, wie diese Menschen die Welt sehen.“

Umfangreiches Sightseeing-Programm

Und natürlich zählt auch ein umfangreiches Sightseeing-Programm in der Millionen-Metropole am Bosporus zum Reiseplan der Gruppe, die im Hotel „Grand Yavuz“ wohnt und Orte vom Gezi Park bis zur Hagia Sofia kennenlernen wird. Nochmals: Die Reise ist nicht-kommerziell; das heißt also, dass jeder Teilnehmer die Unterbringung im Hotel und das erstellte Programm vollständig eigenständig bezahlt (770 Euro).

Bei Interesse können sich Reiseteilnehmer in spe das detaillierte Programm beim „APA Pflegedienst“ an der Humboldtstraße 12 und in der Änderungsschneiderei „Arda“ an der Hochstraße 61 abholen; ebenso im Reisestudio Gladbeck am Willy-Brandt-Platz 9.

Die Anmeldefrist endet am 6. Februar; die Teilnehmerzahl ist begrenzt.

Die Mitglieder der GLA-Initiative setzen ihr Reiseprojekt in einen größeren Kontext und unterstreichen nochmals, dass aus ihrer Sicht das Zusammenleben in einem friedlichen Kontinent keine Selbstverständlichkeit sei: „All dies ist das Ergebnis einer Entwicklung, die in unserem Grundgesetz festgehalten wurde. Wir können uns nicht darauf ausruhen, dass Menschen ihre Freiheit erkämpft haben. Wir müssen dafür arbeiten, jeden Tag. In jedem Leben. Mit jedem Einzelnen in unserer Gesellschaft. Das bedeutet ebenso, dass man den Religionen anderer respektvoll begegnet.“

Integration als beiderseitige Aufgabe

Die GLA-Initiative sieht sich vor allem durch die gesellschaftlichen Entwicklungen der jüngsten Zeit zu weiterem Engagement gefordert und unterstreicht: „Wir legen großen Wert darauf, dass eine Integration zum einen von zwei Seiten erfolgt; zum anderen braucht sie Zeit und Raum.“