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Gipfelsturm zum Start in die Ausbildung

17.08.2012 | 19:20 Uhr
Gipfelsturm zum Start in die Ausbildung
Klettern als Vorbereitung auf die Ausbildung: Christina Mathiak ist eine der neuen Volksbank-Azubis aus Gladbeck.Foto: Heinrich Jung

Gladbeck. Nach oben kommen wollen sie alle: die neuen Auszubildenden der Volksbank Ruhr Mitte. Doch dass der Aufstieg so schnell kommt, damit hat niemand gerechnet. Wenige Tage nach dem Start bei der Bank stand in der Kletteranlage des Deutschen Alpenvereins, Sektion Gelsenkirchen, schon ein Gipfelsturm auf dem Programm.

Das Erklimmen von 16 Metern Berghöhe dient als Lockerungsübung für Geist, Seele und Körper. „Wir wollen, dass sich die Auszubildenden auch außerhalb der Bank kennenlernen, außerdem wird durch das Klettern auch der Teamgeist gefördert“, erklärt Personalbetreuerin und Ausbildungsleiterin Daniela van Kell den ungewöhnlichen Start ins Berufsleben.

„Es ist offensichtlich alles nur eine Kopfsache“, stellen Daniel Gornik (23) und Steffen Saslona (22) aus Gladbeck fest. Wenn es nicht mehr weiter geht, wenn auf halber Höhe plötzlich die Angst dominiert, dann muss sich im Kopf etwas ändern, dann geht es auch weiter. Eine Erfahrung, die die Azubis faszinierend finden.

In diesem Jahr sind sie eine große Gruppe, denn die Volksbank Ruhr Mitte plant für die Zukunft. Da nach den Doppeljahrgängen der Abiturienten die Klassen deutlich kleiner werden, will die Bank für genügend Nachwuchs sorgen, damit keine Lücke entsteht. Daher gibt es 16 Auszubildende aus den Städten Gladbeck, Gelsenkirchen und Herten anstatt wir sonst üblich elf oder zwölf.

Die Hemmungen verlieren

Begeistert vom Start ins Berufsleben sind ausnahmslos alle. „Ziel ist es beim Klettern, dass man die Hemmungen verliert, nicht aber den Respekt“, beschreibt Jens-Peter Polleit, Leiter der Personalbetreuung das Ziel der Aktion.

Er erklimmt auch – wie seine Kollegin Daniela van Kell – privat steile Höhen und passt an diesem Tag auf, dass bei den neuen Kletterkünstlern alles gut geht. Zwei weitere Mitglieder des Deutschen Alpenvereins sind den ganzen Tag über ebenfalls dabei: Jacques Balaresque und Jürgen Nocke haben für die Jugendlichen einen Ehrenamtstag eingelegt und stehen mit Rat und Tat zur Verfügung, damit nach der Klettertour keiner in den Seilen hängt.

In der ersten Ausbildungswoche haben aber auch die anderen Tage ausgesprochen viel Spaß gemacht. „Die Spiele waren absolut lustig“, sagt Jill Elaine Schneider (21), die Service-Fachkraft für Dialogmarketing erlernt. Ein neuer Beruf, der mit der Prüfung vor der Industrie- und Handelskammer abgeschlossen wird und bei der Volksbank Ruhr Mitte nach Bankentarif bezahlt wird.Bei den Spielen mussten sich die Azubis die Bedeutung von Symbolen merken und dann möglichst schnell reagieren. Ziel: Erinnerungsvermögen und Schnelligkeit testen. Im Vordergrund stand aber auch hier, sich auf lockere Weise kennen zu lernen.

Selbst Krawattenbinden stand auf dem Programm. Da musste ein großer Spiegel her, damit der obere Teil des Binders nicht kurz unterm Kinn hängt und der schmalere Teil bis zum Gürtel baumelt. Ganzheitliche Ausbildung zum Bankkaufmann also. Die Wissensvermittlung und Seriosität kam in der Woche trotz intelligenter Lockerungsübungen natürlich nicht zu kurz. Was erwartet der Kunde von mir, wie trete ich auf, was geht im Umgang mit dem Kunden gar nicht, wie telefoniere ich richtig? – All das wurde in Arbeitsgruppen herausgefunden und dann präsentiert.

Auch Verpflichtungserklärungen zwischen Bank und Mitarbeiter waren Gegenstand. Zum Beispiel in puncto Geldwäsche-Gesetz oder Wahrung des Bankgeheimnisses.

Motiviert sind sie alle und freuen sich nach dem Powerstart auf ihre Ausbildung, die jetzt in den Bankfilialen des Geschäftsgebietes weiter geführt wird.



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