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Moscheepläne

Geteiltes Bürger-Echo auf Moscheepläne in Gladbeck

13.05.2013 | 18:07 Uhr
Geteiltes Bürger-Echo auf Moscheepläne in Gladbeck
Die Tauben-Einsatzhalle an der Haldenstraße soll zur Moschee umgebaut werden.Foto: Dirk Bauer

Gladbeck.   Der Islamische Kulturverein Gladbeck hat die Taubenhalle an der Haldenstraße gekauft. Seit 15 Jahren sucht der Verein eine neue Immobilie. Künftige Nachbarn haben zu einer Bürgerversammlung geladen. Zu der anonymen Einladung gibt es auch Kritik.

Seit 15 Jahren sucht der Islamische Kulturverein Gladbeck ein neues Domizil. Jetzt hat er endlich geeignete Räumlichkeiten gefunden, da regt sich Widerstand in der Nachbarschaft. „Wird die Taubenhalle zur Moschee?“, fragen Anwohner der Haldenstraße und haben „die Bewohner Alt-Rentforts und anliegender Stadtgebiete“ per Hauswurfsendung zu einer Bürgerversammlung eingeladen, um „die zu erwartenden Veränderungen zu besprechen“.

Seit Beginn der 90er Jahre nutzen die Mitglieder des Islamischen Kulturvereins, die überwiegend marokkanische Wurzeln haben, eine für ihre Zwecke ungeeignete und zu kleine Unterkunft in einem Hinterhof an der Rentforter Straße. Jetzt haben sie von der Reisevereinigung Gladbeck die Taubenhalle an der Haldenstraße gekauft, um dort Gebets-, Schulungs- und Aufenthaltsräume einzurichten.

Aufregung über Lärm

„Wir haben nichts gegen diese Leute und den Verein“, versichert Monika Innig, „aber wir fürchten um unsere Ruhe.“ Innigs wohnen seit 40 Jahren an der Haldenstraße, direkt neben ihrem Fliesenbetrieb. Schon als die Taubenhalle vor etwa 20 Jahren gebaut wurde, sei es mit der Ruhe vorbei gewesen: „Ein- bis zweimal im Monat wurde dort gefeiert bis Mitternacht. Da konnte man nicht auf der Terrasse sitzen“, sagt Monika Innig.

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Mehrmals habe sie wegen nächtlicher Ruhestörung die Polizei gerufen. Drei ihrer Mieter seien wegen der Lärmbelästigung ausgezogen. Jetzt, so befürchtet sie, könnte es noch schlimmer werden.

Dezernent Rainer Weichelt wundert sich über anonyme Einladung

„Über den Islamischen Kulturverein hat es in all den Jahren an der Rentforter Straße nie eine Beschwerde gegeben“, stellt Dezernent Rainer Weichelt klar. „Die Mitglieder sind bestens in unsere Stadtgesellschaft integriert.“ Weichelt wundert sich, dass „die Anwohner“, die anonym zur Bürgerversammlung eingeladen haben, weder Vertreter des Islamischen Kulturvereins noch Fachleute aus der Stadtverwaltung dazu gebeten haben, um sich aus erster Hand informieren zu lassen.

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So sieht das auch Werner Hülsermann, der Vorsitzende der Siedlergemeinschaft Rentfort, der ausdrücklich darauf hinweist, dass die Kritik an der künftigen Nutzung der Taubenhalle nicht die Stimmung in Alt-Rentfort widerspiegele. „Das ist innerhalb unserer Gemeinschaft mit immerhin 750 Mitgliedern überhaupt kein Thema.“

Unser Leser Marcel Lorek befürchtet rechtspopulistische Stimmungsmache

Unser Leser Marcel Lorek ist geradezu empört, weil die Einladung keine Unterschrift trägt: „Ich wohne an der Hegestraße, also auch in unmittelbarer Nähe, distanziere mich aber ausdrücklich von dieser Einladung. Bei der Versammlung soll offensichtlich rechtspopulistische Stimmung gemacht werden.“

Unsere Redaktion hat vergeblich versucht, auch den Vorsitzenden des Islamischen Kulturvereins zu erreichen. Er wird die Pläne am morgigen Mittwoch im Integrationsrat vorstellen. Die Sitzung beginnt um 16 Uhr im Ratssaal.

Elke Hautmann

Kommentare
14.05.2013
16:15
Geteiltes Bürger-Echo auf Moscheepläne in Gladbeck
von Der-Einmischer | #13

Der Kommentar von Frau Lüning-Heyenrath und der Kommentar von Frau Hempel sagen fast alles.

Hier wurde die Bauvoranfrage vor dem Gespräch gestellt....
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http://www.derwesten.de/staedte/gladbeck/geteiltes-echo-auf-moscheeplaene-id7948968.html
2013-05-13 18:07
Rechtspopulismus, Moschee, Gladbeck, Unverständnis, Kritik, anonymer Brief, Einladung, Bürgerversammlung
Gladbeck