Ges(ch)ichtslos

P&C-Gebäude. Frau Fink bedauert zu Recht den leider damals zeitgeistlichen Modernisierungswahn, dem auch der hässliche Lamellenvorbau von 1967 am P&C-Gebäude zu „verdanken” ist. Aber anstatt mit billigen (und durch ständige Wiederholung auch nicht richtigeren) Plattitüden („Und wie so oft, wenn die Bagger bereits angerückt sind, melden sich die Kritiker zu Wort.”) zu argumentieren, möchte ich unseren ehemaligen Baurat Stojan zitieren. Er schrieb nämlich schon 2002, als von Baggern überhaupt noch keine Rede war, : „Wegen der hohen städtebaulichen und identitätsstiftenden Qualität wird angestrebt, die historische Fassade mittelfristig freizulegen und zu restaurieren”. (Integriertes Handlungskonzept – Gladbeck Innenstadt, 2002).


Von den mehrfachen Versuchen des Arbeitskreises Stadtbildpflege und anderer, Stadtverwaltung und Politik zu einer Untersuchung und Veröffentlichung in den vergangenen Jahren zu bewegen, will ich gar nicht reden. Gegen taube Ohren bei den von uns gewählten Vertretern in Politik und Verwaltung ist wohl kein Kraut gewachsen. Um Pflastersteine zu begutachten fahren schon mal ganze Politgruppen in andere Städte. Um gute Beispiele von Denkmalerhalt zu besichtigen, auf die Idee wird in Gladbeck wohl keiner kommen.


Also macht weiter so, unsere Stadt gesichts- und geschichtslos und damit langweiliger zu machen; das schreckt dann auch noch die letzten Investoren und Bürger ab.