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Gerüstbau Berger aus Gladbeck ist eine der großen Firmen in ihrer Branche

16.01.2013 | 08:28 Uhr
Gerüstbau Berger aus Gladbeck ist eine der großen Firmen in ihrer Branche
Das Führungsteam der Firma REK Gerüstbau Berger GmbH an der Firmenzentrale in Gladbeck.Foto: Dirk Bauer

Gladbeck.  Sie zählt bundesweit zu den Spezialisten ihres Gewerbes und zu den fünf größten Firmen der Branche überhaupt im Land: Die REK Gerüstbau Berger GmbH. Von ihrer Zentrale an der Mühlenstraße in Gladbeck aus lenkt Firmenchef Rainer E. Künne die Einsätze des gut 200-köpfigen Teams. Und das mit veritablen Erfolg, wie er berichtet.

„Wir wollen überschaubar wachsen, das aber nachhaltig“, betont Rainer E. Künne, der als geschäftsführender Gesellschafter der REK Gerüstbau Berger GmbH die Hauptverantwortung trägt, aber viele langjährige Führungsleute um sich schart, darunter auch sechs Familienmitglieder. Er führte die Traditionsfirma, die 1948 von Karl-Heinz Berger gegründet wurde, zu neuer Blüte. Genau genommen ist die heutige Firma eine Neugründung von 2003 durch Künne, nachdem der alte Betrieb aus Wettbewerbsgründen in Schieflage geraten war und schließlich in die Insolvenz gehen musste.

Künne wagte unmittelbar nach dem Aus den Neustart, sofort mit 100 Mitarbeitern, mit drei weiteren Buchstaben im Firmennamen (REK – seine Initialen), aber auch mit neuer Geschäftsausrichtung: Man verzichtete auf den normalen Hausgerüstbau und konzentrierte sich auf den Industrie-Gerüstbau, speziell auf Kraftwerke und Müllverbrennungsanlagen, mit deren Betreibern eine regelmäßige bis ständige Zusammenarbeit vereinbart ist. Firmengründer Karl-Heinz Berger, der einst mit einem Handkarren anfing, lebt übrigens 91-jährig unweit der Firma und hat noch ein kleines Büro in der Zentrale.

Personalstarkes Gewerbe

„100 Leute sind vier Wochen mit dem Einrüsten einen Kraftwerks beschäftigt“, erklärt Künne. Auch während der Revision seien dann teils bis zu 25 Mitarbeiter im Kraftwerk. Viel Material liegt nicht im Lager an der Almastraße in Gelsenkirchen, „Gerüste müssen stehen, nicht liegen“, so der Firmenchef. 8000 Tonnen Gerüstmaterial im Neuwert von 25 Mio € sollten möglichst ständig im Einsatz sein. Dafür sorgt auch ein großer Fuhrpark, u.a. zwölf Lkw, aber auch 17 Bauaufzüge mit Zugkräften bis zu 1,5 t. Eine Spezialität sind Hängegerüste, die von oben nach unten wachsen, etwa im Innern von Kühltürmen.

Mledung vom 24.8.2008
Gerüstbauer Berger geehrt

Gladbecker Gerüstbauer Berger erhält den Vestischen Unternehmenspreis 2008

Im vergangenen Jahr machte die REK Gerüstbau Berger GmbH mit ihren vier Niederlassungen im Bundesgebiet, dem Zentrallager in Gelsenkirchen und der Firmenzentrale in Gladbeck rund 12 Mio € Umsatz. Für dieses Jahr sind 11 Mio € geplant, wie Prokurist Hans-Jörg Conrad, wie Künne seit 1985 dabei, ankündigt. Was mit dem Spezialgeschäft, dem Einrüsten von Kraftwerken bei Revisionen, zusammenhängt. „Dieses Jahr sind weniger geplant, nächstes wieder mehr“, weist Conrad auf ein gewohntes Auf und Ab dieser Aufträge hin.

Gerüstbau ist ein personalstarkes Gewerbe

Gerüstbau ist ein personalstarkes und damit lohnintensives Gewerbe – mit 70 % Kostenaneil. In Spitzenzeiten fängt Künne den Bedarf durch Personalüberlassungsvereinbarungen mit Partnerfirmen ab. „Bei uns haben alle einen festen Vertrag“, sagt Künne. Gerüstbauer, das sei ein anstrengender, harter Job, aber gut entlohnt. Zur Belegschaft zählen derzeit auch 60 Lehrlinge. „Aber es ist schwer, Nachwuchs zu finden, obwohl es einer der best bezahlten Ausbildungsberufe ist.“

Ein Großteil der Mitarbeiter stammt aus Gladbeck und Umgebung, oft sind die Teams mehrtägig auf Montage unterwegs. Etliche Mitarbeiter stammen aber auch aus den Gebieten der ständigen Einsatzorte. Wichtig sind der Firma qualifizierte Aus- und Fortbildungen der Mitarbeiter. Unter anderem zur Optimierung technischer Lösungen oder zur Verbesserung von Arbeitsschutz. Gut sind laut Firmenchef Künne Aufstiegschancen der Mitarbeiter. „Wir bieten sogar Bauleiterseminare an.“

Übrigens ist das Gladbecker Unternehmen auch über die Landesgrenzen aktiv: In Polen gibt’s eine Schwesterfirma. „Doch das gehen wir in aller Ruhe an“, so Künne und bekräftigt den langsamen Wachstumskurs der Firma.

Georg Meinert


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