Gericht verhandelt über Rauswurf
26.10.2010 | 17:21 Uhr 2010-10-26T17:21:00+0200
Gladbeck.Am Donnerstag treffen sich Vertreter der Stadt und der ehemalige GWG-Geschäftsführer Ralf-Joseph Schnittker vor dem Landgericht in Essen wieder. Es geht um Schnittkers Klage gegen seine fristlose Kündigung
Das Gericht hat an diesem Tag zunächst einen Gütetermin anberaumt. Sollten sich die Parteien dabei nicht einigen, schließt sich nahtlos der erste Verhandlungstermin an.
Die Position der Stadt als Hauptgesellschafterin der GWG vertreten der Beigeordnete Dr. Thomas Wilk als Vorsitzender der GWG-Gesellschafterversammlung, Kämmerer Jürgen Holzmann als Vorsitzender des Aufsichtsrats und Rechtsanwalt Dr. David aus Münster. Als Zeugen will das Gericht zu einem späteren Verhandlungstermin u. a. Dr. Guido Hüpper, den Leiter des Rechtsamts, und Michael Chlapek, den Leiter des Amtes für Immobilienwirtschaft, hören. Chlapek war kurz vor Schnittkers Rauswurf zum 2. Geschäftsführer bestellt worden und leitete die GWG dann bis zur Übernahme durch die Essener Wohnungsgesellschaft Allbau kommissarisch.
Ralf-Joseph Schnittker wurde im April 2007 zum Geschäftsführer der GWG berufen. Bei der Stadt erhoffte man sich, nach drei aus unterschiedlichen Gründen fristlos entlassenen Geschäftsführern, endlich Ruhe und Kontinuität für das Unternehmen mit rd. 2000 Mietwohnungen. Doch auch der neue Geschäftsführer geriet relativ schnell in die Schlagzeilen: häufige Auftragsvergaben an dieselbe Firma, hohe Spesenausgaben für Geschäftsessen und Besuche von Bundesligaspielen mit Gästen sowie Dienstreisen u.a. nach Japan. Zwischenzeitlich ermittelte die Staatsanwaltschaft, fand aber keine strafrechtlich relevanten Vorwürfe und stellte die Ermittlungen ein.
Jetzt also die arbeitsrechtliche Seite des Falles. Um eine Weiterbeschäftigung Schnittkers geht es in dieser Verhandlung nur rein theoretisch. Faktisch laufen derartige Klagen auf eine Abfindung hinaus.
Sanierung Stargarder Straße
Im Juli 2010 übernahm die Essener Allbau Managementgesellschaft die Geschäftsführung der Gladbecker GWG (Gladbecker Wohnungsgesellschaft). Heute tagt der GWG-Aufsichtsrat zum ersten Mal, und Geschäftsführer Dirk Miklikowski wird dem Gremium dann einen Überblick über einige „überraschende Erkenntnisse“ geben, die sich beim Durchwühlen der Geschäftsunterlagen über Vorgänge in der GWG ergeben haben. „Wir sehen jetzt klarer und wissen, was zu erwarten ist“, so Miklikowski zur WAZ.
Dessen ungeachtet wurde wie geplant bereits mit der Sanierung der Häuser an der Stargarder Straße 41 - 63 begonnen. Wie berichtet, war die Modernisierung dieser GWG-Häuser und vor allem die Sanierung und Neuanbringung der vor drei Jahren schon abgerissenen Balkone unter der vorherigen Geschäftsführung immer wieder verzögert worden. Jetzt stehen die Gerüste, ist mit der Fassadensanierung an den Häusern Nr. 41, 43, 45 begonnen worden. Die Mieter reagierten sehr positiv auf den endlich sichtbaren Sanierungsbeginn, so Miklikowski.
18:50
Dieser Kommentar wurde von einem Moderator blockiert.
12:06
Dieser Kommentar wurde von einem Moderator blockiert.
08:46
Dieser Kommentar wurde von einem Moderator blockiert.
07:13
Die Übernahme ungeprüfter Tatsachenbehauptungen ist für die WAZ kein Ruhmesblatt. Was man nicht dokumentieren kann, sollte man auch nicht behaupten. Von einer immer wieder durch die Geschäftsfühung verzögerten Maßnahme Stargarder Straße kann keine Rede sein. Interne Dokumente sprechen eine andere Sprache. Das Projekt hätte längst abgeschlossen sein können.
Eine immer wieder verzögerung
23:26
Dieser Kommentar wurde von einem Moderator blockiert.
21:24
Dieser Kommentar wurde von einem Moderator blockiert.