Frühstück und Gebet mit Präsident Obama

Ein beeindruckender Redner: US-Präsident Barack Obama beim Nationalen Gebetsfrühstück in Washington D.C.
Ein beeindruckender Redner: US-Präsident Barack Obama beim Nationalen Gebetsfrühstück in Washington D.C.
Was wir bereits wissen
Gladbeckerin Daniela Städter war Gast beim Nationalen Gebetsfrühstück in Washington. Der US-Präsident appellierte in seiner Rede für religiöse Toleranz.

Daniela Städter sagt: „Religion und Glaube sind, seit ich denken kann, wichtige Grundlagen in meinem Leben.“ Jetzt wurde sie in ganz besonderer Weise ins Gebet genommen, beziehungsweise mitgenommen. Von einer Person, die oft als mächtigster

Mann der Welt bezeichnet wird: US-Präsident Barack Obama. Die Zweckelerin gehörte zum Kreis derjenigen, die dieses Jahr beim National Prayer Breakfast, dem Nationalen Gebetsfrühstück, in Washington D.C. dabei sein durfte.

Wer sich dazu als romantisches Bild einen intimen Kreis um den Präsidenten vorstellt, der liege völlig falsch, erklärt die Gladbecker Christin. „Das Gebetsfrühstück ist Anfang Februar ein jährlich wiederkehrendes nationales Großereignis mit etwa 3000 Gästen aus Politik, Wirtschaft und Religion aus mehr als 130 Ländern.“

Jeweils zehn Personen sind an einem der Tische platziert im riesigen Konferenzzentrum des Washingtoner Hilton Hotels. Für Daniela Städter wurden ihr Job und die edle Einladungskarte, mit goldenem US-Staats-Siegel auf blauem Grund, zum Türöffner. Sie jettete als Berichterstatterin der evangelischen Nachrichtenagentur „idea“ in die US-Hauptstadt.

„Ein überwältigendes Erlebnis“, sagt die 34-jährige Journalistin. Bei der von Abgeordneten des Senates und des Repräsentantenhauses organisierten Veranstaltung werde einerseits gebetet und über den Glauben gesprochen,

andererseits gehe es zentral aber darum, „Menschen mit unterschiedlichem gesellschaftlichen, kulturellen und religiösen Hintergrund zum Gespräch und Austausch zusammen zu bringen“.

Natürlich werde dazu die Rede des Präsidenten als Höhepunkt erwartet, „und welche Akzente er darin setzt“. Angesichts der aktuellen Weltlage und der Intoleranz extremistischer Vereinigungen anderen Religionen gegenüber habe Obama eindeutig an die religiöse Toleranz appelliert: „Wir müssen begreifen, dass ein Angriff auf eine Religion ein Angriff auf alle unsere Religionen ist.“

Religionsfreiheit ist wichtig

Der Präsident habe deutlich hervorgehoben, „dass Religionsfreiheit für jeden und überall gelten muss“, berichtet Städter. Eine beeindruckende, charismatische Rede, die Obama über weite Strecken frei gehalten habe. „Und bei der er auch ganz persönlich geworden ist, zum Beispiel, indem er über seine sehr menschlichen Ängste als Vater gesprochen hat.“ Etwa, dass seine Töchter wohl bald ausziehen werden. Für ihn eine schreckliche Vorstellung, mit der bangen Frage: „Werden sie sich melden, werden sie regelmäßig anrufen?“

Sie persönlich habe vom Gebetsfrühstück ermutigend mit heim genommen, sagt Daniela Städter, „wie offen über den Glauben gesprochen wurde.“ Wobei sie sich wünsche, „dass dies auch in ähnlicher Weise in Deutschland geschieht.“