Freiwillige bauen Traglufthalle im Freibad ab

Zusammen anpacken: Der Abbau der Traglufthalle im Freibad erfordert viel Muskelkraft.
Zusammen anpacken: Der Abbau der Traglufthalle im Freibad erfordert viel Muskelkraft.
Foto: Michael Korte
Was wir bereits wissen
Große Gemeinschaftsaktion zur Vorbereitung hilft dem Freibad bei der Saisonvorbereitung. Nächste Woche Mittwoch ist voraussichtlich Saisoneröffnung.

Gladbeck..  Große Gemeinschaftsaktion gestern im Freibad: Mit 18 freiwilligen und einigen Spezialkräften wurde die „Pelle“ über dem Schwimmerbecken abgebaut und eingelagert. Eine beinharte Arbeit, die aber zur Zufriedenheit des SV13 innerhalb eines Tages geschafft wurde.

Die Traglufthalle, die ihre dritte Saison absolviert hat, wurde in fünf Teile getrennt und zusammengefaltet – insgesamt ist die „Pelle“ acht Tonnen schwer. Sie wurde wie immer bis zum nächsten Herbst im Untergeschoss des Umkleidegebäudes auf Paletten eingelagert, wie Dieter Nock vom Team der „Betriebsführung Freibad“ sagte.

Zuvor war das Wasser aus dem Schwimmer- ins bereits gereinigte Nichtschwimmerbecken gepumpt worden. Wenn das Schwimmerbecken nach dem Abbau der Traglufthalle gereinigt ist, wird es zurückgepumpt. Nock erklärt die Prozedur: „Das erspart uns Energie und damit Geld: Denn das bislang 26° warme Wasser wird dann immer noch 14° oder 15° haben, und nicht 8° wie frisches Leitungswasser, das wir teuer aufwärmen müssten.“

Immerhin geht es auch um 2000 Kubikmeter Wasser, die man aus der Leitung ziehen müsste, wenn das alte Wasser abgelassen und nicht umgepumpt würde. Übrigens dauert das Umpumpen rund 36 Stunden, so Nock. Wenn alles gut geht, soll das Freibad am nächsten Mittwoch, 15. April, im Vormittagsbetrieb (bis 9. Mai) als eines der ersten Freibäder im Ruhrgebiet eröffnen.

Die abgelaufene Wintersaison gibt dem SV 13, der das Bad im Auftrag der Stadt betreibt, keinen Anlass zum Jubeln. „Wir hatten mit 28 500 Besuchern nur eine Durchschnitts-Winterzeit“, bilanziert Nock. „Das ist nicht das Gelbe vom Ei.“ Unter den etwa 5000 monatlichen Besuchern waren auch „nur“ 2500 zahlende Gäste, die andere Hälfte sind Sportler verschiedener Trainingsgruppen.

Zusammen mit dem bescheidenen Ergebnis der vergangenen Sommersaison (42 000 Besucher), die die drittschlechteste unter der Regie des SV 13 war, und dem weiteren Abschmelzen des städtischen Zuschusses (infolge des Sparpaktes der Stadt) gebe es keinen finanziellen Spielraum für Investitionen in diesem Jahr. Eigentlich müsse etwas am 100-Meter-Nichtschwimmerbecken gemacht werden. „Wir hoffen jetzt mal auf eine gute Sommersaison, vielleicht ergibt sich dann etwas“, so Nock.

Nock bildet mit Ulrich Heitfeldt die zweiköpfige Betriebsführung im Freibad. Die Position des verstorbenen Badmanagers Lothar Sikorski werde nicht wieder besetzt, die Aufgaben teilen sich Nock und Heitfeldt zusätzlich oder werden von anderen 13ern wahrgenommen. Die Gesamtverantwortung liege bei SV-13-Chef Bernd Grewer.