„Frauen sollten sich öfter ‘mal etwas trauen“

Die jecken Weiber sind heute wieder los und holen sich die Macht im Rathaus.
Die jecken Weiber sind heute wieder los und holen sich die Macht im Rathaus.
Foto: WAZ FotoPool
Was wir bereits wissen
Heute an Weiberfastnacht holen sich die Frauen die Macht im Rathaus - Beigeordnete Nina Frense wünscht sich, dass Frauen sich öfter ‘mal etwas trauen.

1 Heute stürmen die Frauen das Rathaus - Sie sind schon drin und stehen als Beigeordnete oben an der Stadtspitze. Eine Frau in der Position ist noch eher selten.

Ja, aber es gibt unheimlich viele Frauen, die gut in ihrem Job sind und auch ehrgeizig. Das ist auch hier in der Verwaltung so, wo es eine ganze Reihe von Abteilungsleiterinnen gibt.Ich halte nichts von Quoten, aber man sollte Frauen den Weg in solche Positionen erleichtern. Ein wichtiges Kriterium dabei ist die Kinderbetreuung. In der öffentlichen Verwaltung klappt das ganz gut, in der freien Wirtschaft ist da noch viel zu tun.

2 Kinder und Karriere schließen sich also nicht aus?

Nein, auch wenn es nach wie vor so ist, dass, wenn Frauen Kinder bekommen, sie erst einmal zurück stecken. Dabei sollte die Frage der Betreuung und Erziehung von den Eltern gemeinsam gelöst werden. Ich werde oft gefragt, wie ich das mit zwei Kindern schaffe. Meine Antwort darauf ist, dass das eben nur zusammen mit meinem Mann funktioniert.

3 Ihr Tipp für Frauen, die Karriere machen wollen?

Die Zeiten sind ja eigentlich gut für Frauen. Wir haben eine Kanzlerin, eine Ministerpräsidentin, eine Verteidigungsministerin. Das sind doch gute Vorbilder. Und viele Studentinnen verlassen die Uni mit sehr guten Abschlüssen. Aber Frauen müssten noch mehr an ihrem Selbstverständnis arbeiten. Viele warten darauf, dass man sie fragt, ob sie in eine höhere Position wollen. Sie sollten sich eher von selbst melden und den Finger heben. Das tun Männer auch.