Forschungsbericht des Bundes rät zu Sicherheitsabständen

Nach WAZ-Recherche stellte die Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung (BAM) in ihrem Forschungsbericht „Zu den Risiken des Transports flüssiger und gasförmiger Energieträger in Pipelines“ im Jahr 2009 fest: „Pipelineunfälle stellen meist Großschadensereignisse mit Schadensradien dar, die bei der Raum- und Flächenplanung grundsätzlich die Einhaltung von Sicherheitsabständen erfordern müssten. Deshalb ist die Flächenplanung in der Umgebung einer bestehenden Pipelinetrasse in jedem Fall sorgfältig zu prüfen. (...)“

Pipelinenahe Bebauung beachten

„Ein wichtiger Aspekt bei der Flächenplanung ist, so heißt es in dem Bericht weiter, „dass nicht nur die Pipelines selbst betrachtet werden, sondern auch die an bestehenden Pipelines herannahende Bebauung. Pipelines werden in der Regel über einen sehr langen Zeitraum betrieben. In diesen Zeiträumen können sich die Flächennutzungspläne stark verändern und die Sicherheit der Leitungen gefährden bzw. das Risiko der Pipeline in Bezug auf die herannahenden neuen Objekte entlang der Leitung erhöhen.

Um dies zu vermeiden, ist die Koordinierung der Verkehrswege- und Flächennutzungsplanung mit neuen und bestehenden Pipelineprojekten eine der wirkungsvollsten Aktivitäten zur Gewährleistung eines hohen Sicherheitsniveaus“, so das Fazit der BAM-Fachleute.