Förderschule in Gladbeck soll ausgebaut werden

Die Jordan-Mai-Förderschule an der Söllerstraße in Zweckel soll für 2,6 Millionen Euro ausgebaut werden.
Die Jordan-Mai-Förderschule an der Söllerstraße in Zweckel soll für 2,6 Millionen Euro ausgebaut werden.
Foto: Funke Foto Services
Was wir bereits wissen
Trotz der Inklusion an Regelschulen besteht langfristig Bedarf für die Jordan-Mai-Schule. Stadt unterstützt Bistum Essen mit 2,6 Millionen Euro.

Gladbeck..  Die Stadt Gladbeck plant in Kooperation mit dem Bistum Essen als Schulträger eine Investition von 2,6 Millionen Euro, um die seit Jahren überbelegte Jordan-Mai-Schule auszubauen und als Standort langfristig zu sichern. Die für rund 100 Schülerinnen und Schüler ausgelegte Förderschule wird aktuell von 145 Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen mit geistigen Behinderungen oder Mehrfachbehinderungen besucht.

Da trotz der zunehmenden Inklusion an Regelschulen auch langfristig von einer starken Auslastung der Einrichtung an der Söllerstraße ausgegangen wird, sollen bis zum Sommer 2017 das Dachgeschoss sowie Bereiche des Erdgeschosses der Förderschule um- beziehungsweise ausgebaut werden. Die Investition soll über eine Fortschreibung des Erbbaupachtvertrages (Überlassung Schulgrundstück inkl. Gebäude) und der Kooperationsvereinbarung zwischen der Stadt und dem Bistum langfristig (35 Jahre) ausgelegt werden.

Finanzielle Beteiligung an Personalkosten für Bistum Bedingung

Das Bistum ist bereit, als Träger die schulische Versorgung für 140 Schüler zu übernehmen, hat daran aber nicht nur als Bedingung die Investition für den Umbau geknüpft, sondern auch, dass die Stadt sich an den Eigenleistungen des Bistums zu den Personal- und Sachkosten beteiligt.

In welcher Form genau, werde detailliert im Schulausschuss öffentlich am kommenden Dienstag berichtet, so Schuldezernent Rainer Weichelt auf Anfrage, zu der auch Schulleiter Michael Brieler-Jödecke und der Schuldezernent des Bistums, Bernd Ottersbach, erwartet werden.

Die jährlichen Betriebskosten der Jordan-Mai-Schule beziffert die Verwaltung mit rund 240 000 Euro (plus möglicher Mehrkosten). Im Gegenzug für das Engagement der Stadt sei das Bistum bereit, „ein Therapiebad als Neubau im Schulhofbereich einzurichten, das mit Kosten von rund 4 Millionen Euro veranschlagt wird“, so Weichelt; gegebenenfalls mit weiterer, außerschulischer Nutzungsmöglichkeit.

Schulmensa und Aufzug werden eingerichtet

Die Investition der Stadt sieht vor, dass im Dachgeschoss der Schule vier Klassenräume entstehen, die über einen neuen Fahrstuhl erreicht werden können. Hergestellt werden sollen auch zwei Differenzierungsräume, ein Therapieraum sowie Versorgungsräume (Pflegeraum, Sanitäranlagen, Abstellräume) und eine Schulmensa für den Ganztagsbetrieb im Erdgeschoss des Altbaues.

Ausbaupläne für die Förderschule existieren bereits seit 2009. Ein Prozess, der sich hingezogen habe, „da einerseits statische Schwierigkeiten zu klären waren und andererseits Alternativstandorte untersucht worden sind“, so Weichelt.

Auch Heisenberg-Neubau im Fokus

Wie der von der Politik beschlossene 25-Millionen-Euro-Neubau des Heisenberg-Gymnasiums finanziell gestemmt werden kann, damit befasst sich der Schulausschuss ebenfalls am 26. Mai.

Wenig überraschend konkretisiert sich die Wirtschaftlichkeitsuntersuchung, die vom beauftragten Gutachter Ernst&Young Real Estate vorgestellt werden wird, auf einen Vergleich der Eigenfinanzierung durch die Stadt und einer Finanzierung über eine Öffentlich-private Partnerschaft (Lebenszyklusmodell). Mit letzterer Variante hat die Stadt bereits gute Erfahrungen beim Neubau des Neuen Rathauses gemacht - Partnerunternehmen war damals Ernst&Young.