Firmen: A 52 eine große Chance
31.01.2012 | 16:39 Uhr 2012-01-31T16:39:00+0100
Gladbeck. Die heimische Wirtschaft bewertet den möglichen Ausbau der B 224 zur A 52 als „einmalige, noch nie dagewesene Chance“ für Gladbeck und die Region. Der gefundene Kompromiss ermögliche ein Jahrhundertbauwerk.
Der Verein zur Förderung der Gladbecker Wirtschaft (VGW) begrüßt das Vorhaben „außerordentlich“ als „längst überfällige Optimierung der Infrastruktur im Ruhrgebiet“. Vorsitzender Dr. Herbert Müller: „Wir hoffen, dass den Worten Taten folgen!“ Die IHK Nord Westfalen empfiehlt den Gladbeckern „dringend“, den mit Bund und Land ausgehandelten Kompromiss beim Ratsbürgerentscheid am 25. März anzunehmen. „Erstmals ist eine so umfangreiche Finanzierung greifbar – packen, annehmen, alles gut“, meinte Peter Schnepper, Leitender Geschäftsführer der Vestischen Gruppe der IHK in Buer, im Gespräch mit der WAZ.
Der gesamte Wirtschaftsraum werde von dem Ausbau nachhaltig profitieren, heißt es in der VGW-Stellungnahme. „Denn verbesserte Rahmenbedingungen bedeuten Wachstum, Firmenneuansiedlungen und auch sichere sowie neue Arbeitsplätze“, so Vorsitzender Müller. Mit dem vorgelegten Konzept setzten Bund und Land deutliche Signale. Der angebotene Ausbau mit Tunnel sei für Gladbeck, so der VGW, eine ideale Lösung. Die innerstädtische Verkehrsdichte werde minimiert und die Nutzungs- und Gestaltungsmöglichkeiten an der Trasse seien eine Bereicherung.
Natürlich, gibt Müller zu, fänden nicht alle Interessen bei einem solch großen Vorhaben Gehör. Auch der VGW wünsche nach wie vor eine bessere Anbindung des Gewerbeparks Brauck. „Und wir weisen auf die Wichtigkeit einer wirtschaftsverträglichen Baulogistik hin“, betont der VGW-Vorsitzende.
Der Unternehmerverein sehe dem Ausgang des Bürgerentscheids positiv entgegen, so Müller, man habe Vertrauen in die Bürger. „Es muss nun endlich kommen, was längst hätte kommen müssen.“
IHK-Geschäftsführer Peter Schnepper betonte gegenüber der WAZ, das erzielte Verhandlungsergebnis biete die Chance, „mehrere Fliegen mit einer Klappe zu schlagen“. Man erreiche „geordnete Verhältnisse“ im Nord-Süd-Verkehr durch die A 52, schließe Dank des Tunnels den Bruch im Stadtgebilde und erschließe darüber hinaus nutzbare Flächen, wie es in der Vergangenheit nicht für möglich gehalten wurde.
Eine höhere Leistungsfähigkeit der Nord-Süd-Verbindung mit verbessertem Waren- und Pendelverkehr sei positiv für den Wirtschaftsstandort Gladbeck. „Stillstand wäre fatal.“ Allerdings sieht Schnepper auch einen Wermutstropfen: Den Wegfall der Anbidung des Gewerbeparks Brauck. „Ein Kompromiss tut auch immer irgendwo weh.“ Wenn man einen Standort, auch zum Wohle der Region, zukunftsfähig machen wolle, müsse man das aber in Kauf nehmen.
Mit Blick auf die Stadt und ihre Unternehmen wertet IHK-Chef Schnepper den A-52-Kompromiss als Perspektive für eine bessere Verkehrsanbindung, was zu einer höheren Qualität als Wirtschaftsstandort führe. Aber auch die Unternehmen im Umland profitierten von einer gestiegenen Leistungsfähigkeit der A 52. „Darauf sind die dringend angewiesen“, so Schnepper.
12:54
Warum ist auf den Photos in der Zeitung immer ein Stau abgebildet, auch heute wieder : "B 224 am Freibad an einem der letzten Tage, jede Menge Verkehrsaufkommen in den frühen Abendstunden". Was ist frühe Abendstunden ? 17 Uhr ? Na klar ist es da voll. Aber guckt mal etwas später, wie wenig da los ist. In der Nacht und am Wochenende ist Ruhe hoch 2. Da läuft auch nicht der LKW-Verkehr aus den Gewerbegebieten Marl und Gelsenkirchens. Oder sind das alles Mautsparer, die diese willkommene Abkürzung benutzen ?! Ich weiß nur eins, baut den Tunnel (wenn nach Errichtung des Großkreuzes noch Geld übrig ist, so ca 4 Verkehrminister später), schafft eine gigantische überirdische Einfallschneise in die Stadt (von der Heege kommend an Ringeldorferstraße...und in Hörweite des Neubaugebiets Wielandgarten vorbei) sowie aus der Stadt heraus (Wittringen, Brokampsiedlung, neu vermarktete Phönixstraßenhäuser), holt Euch damit den permanenten Durchgangsverkehr in unsere neu geschaffene Umweltzone ohne Rücksicht auf Verluste, Ihr werdet die Gladbecker Lebensqualität steigern bis ins Unendliche. Und hinterher ist das Geheule groß, und das nicht nur für die direkt Betroffenen. Und für die unsere Firmen gibt es die nicht geplante DIREKTE Anbindung an UNSER Gewerbegebiet Brauck. Ja, eine große Chance, für was auch immer...
Baumaßnahmen ohne Hirn und Verstand, ohne Nachdenken über Nachhaltigkeit gab es in Gladbeck schon genug, konnte man aber meist wieder eliminieren mit der Abrissbirne. Aber dieses Horrorkreuz samt Anschlüssen, verbunden mit jeder Menge Lärm rund um die Uhr und Abgasen ohne Ende, das bleibt bis in alle Ewigkeit.
08:35
Das könnt ihr Euch sparen, liebe VGW, der Bürgermeister vertritt doch schon Eure Interessen. Spart Euch die Energie und sucht lieber weiter die Nähe zu Roland.
Falls noch jemand nicht begriffen hat, was Lobbypolitik ist, hier kann man ein Beispiel bewundern!
18:49
Das Wort Jahrhundertwerk höre ich auch immer von unserem Bürgermeister H.Roland. Die Wirtschaft und die IHK spricht auch von einem Jahrhundertwerk. Scheint so, dass H.Roland, H.Müller und H. Schnepper sich das Jahrhundertwerk gemeinsam ausgedacht haben.
Jetzt wird H.Müller fast schon ungeduldig, in dem er sagt, dass nach den vielen Worten auch Taten folgen müssen. Sicherlich steht es jedem offen, auch dem VGW und der IHK eine Empfehlung abzugeben, aber wenn man über eine umfangreiche Finanzierung spricht, dann sollte man schon die Zahlen einmal auf den Tisch legen, um auch festzustellen ob das Geld, was ja über 12Jahre und länger für das Projekt zur verfühgung stehen muss, auch ausreichend ist. Büregermeister Roland hat an anderer Stalle schon gesagt , dass die Finanzierung eine andere Abteilung ist. Und die Herren Müller und Schnepper wissen mit Sicherheit auch nicht, was das Jahrhundertwek letztendlich kosten wird. Irgendwie habe ich auch den Eindruck von H.Schnepper, das ihm das wohl auch egal ist, sonst hätte er ja wohl nicht den gieriegen Satz gesagt, "Erstmals ist so eine Finanzierun greifbar - packen, annehmen, alles gut." Für mich hört sich das so an, was wir haben, kann uns keiner mehr weg nehmen und wenn die ganze Sache teurer wird, dann werden die Steuerzahler schon dafür aufkommen. Es gibt halt Großunternehmer, die so mit den Steuegelder der Bürger jonglieren. Dann spricht H.Müller von Wachstum, Firmenansiedlungen und neue sichere Arbeitsplätze in Gladbeck. Dann soll H. Müller verdammt noch einmal sagen wo er die denn ansiedeln will, im Gewerbepark Brauck oder auf der grünen Wiese hinter Ulfkotte. H.Müller erklären sie doch einmal genau von was der Bürger in Gladbeck profitiert.!!! Das einzige was eintreten wird, ist dass das Verkehrsaufkommen zunimmt die PKW und LKW auf der neuen Autobahn durch Gladbeck donnern und Firmenansiedlungen im Gewerbepark Brauck H. Müller sich von der Backe putzen kann.
17:27
Richtig gesehen, richtig gedacht, was fehlt nun noch ???
Richtig gemacht.