Faruns vorzügliche Pfeifen
11.08.2009 | 19:11 Uhr 2009-08-11T19:11:00+0200Gladbeck. Das Orgelspiel ist die Leidenschaft des 19-jährigen Abiturienten Robert Farun.
Robert Farun ist auf den ersten Blick ein ganz normaler Jugendlicher. Doch pflegt er eine Leidenschaft, die heute sehr selten ist: Robert Farun ist Musiker, genauer Kirchenmusiker. Von modernen Instrumenten wie Keyboard, Gitarre oder Schlagzeug hält er nicht viel. Sein Instrument ist die Orgel. „Musikalisch war ich schon immer”, berichtet der diesjährige Abiturient des Ratsgymnasiums. Weil so eine Kirchenorgel nicht gerade das Instrument für das eigene Zimmer ist, verbringen Orgelspieler wie Robert Farun viel Zeit in Kirchen. „Mittlerweile habe ich auf jeder Kirchenorgel in Gladbeck gespielt und festgestellt, jede klingt anders”, erklärt Robert Farun.
Und genau das fasziniert den leidenschaftlichen Musiker. „Meine ganze Familie ist in der Kirchenmusik tätig. Das ist gewissenermaßen Tradition.” Robert Farun spielt jedoch nicht nur gerne auf der Orgel, sondern er singt auch, ist in insgesamt vier Kirchenchören Mitglied und bei der religiösen Ausrichtung nicht festgelegt. Selbst ist der ehemalige „Ratser” Mitglied der Neu-Apostolischen Gemeinde, aber er singt in zwei evangelischen und zwei neu-apostolischen Chören und fühlt sich in der Ev. Christusgemeinde „besonders wohl”.
Zurück zum Orgelspiel. Zwei bis drei Mal die Woche zieht Robert Farun die Orgelregister in Gladbecker Kirchen. Er spielt bei Beerdigungen, vertritt Organisten und übt in seiner Freizeit. „Eine Orgel hat so viele Klangmöglichkeiten. Das ist so faszinierend. Manchmal möchte ich gar nicht aufhören zu spielen”, erklärt der Kirchenmusiker. Und nicht nur das Spiel fasziniert den Gladbecker. „In meiner Freizeit beschäftige ich mich am liebsten mit der Orgelpflege und dem -bau.”
Was denken seine Freunde und Ex-Mitschüler über dasausgefallene Hobby? Robert Farun muss ein wenig schmunzeln. „Mittlerweile weiß es ja jeder und meine Freunde sind begeistert. Wir haben auch schon gemeinsam musiziert und dann geht's bei uns richtig ab”, erklärt er.
Auch wenn sich bei Farun „viel um die Orgel und alles was dazu gehört” dreht, gibt es noch Dinge nebenher: Einmal in der Woche trifft er sich mit Freunden zum Skat im Brauhaus, „um die Karten auf den Tisch zu hauen”. Ab und zu schippert er auf dem Segelboot, und wenn Farun nicht grade in der Kirche ist, um an seiner Orgel zu „klimpern” (wie er es ausdrückt), dann ist er auch gern draußen im Garten. Und bedauert, dass dort keine Orgel steht.
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