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Familie Mieberg weiß, wie’s geht

14.04.2010 | 11:38 Uhr
Familie Mieberg weiß, wie’s geht

Gladbeck.Lediglich ein Prozent der CO2-Emissionen in Gladbeck werden von städtischen Einrichtungen produziert. Der Rest geht auf das Konto von Verkehr, Gewerbe/Industrie und privaten Haushalten. Wenn sich etwas ändern soll, ist also auch jeder einzelne Bürger gefragt.

Eine Familie, die sich in den letzten Monaten beim Energiesparen besonders stark gemacht hat, sind die Miebergs aus Rosenhügel. Vater Mattias (45, Polizeibeamter), Mutter Nicole (37, Zahnarzthelferin) und die sportbegeisterten Söhne Niklas (15) und Julian (8) haben sich seit November nach Kräften bemüht, mit möglichst wenig Energieeinsatz den Alltag zu meistern. Denn das war die Hauptaufgabe bei der Energiespar-Rallye der Emscher Lippe Energie GmbH (ELE), die jetzt gerade in die Zielgerade eingebogen ist.

Sieger, das ist schon jetzt sicher, da die letzte Etappe noch läuft, kann die Gladbecker Familie nicht mehr werden. Ihr Ehrgeiz ist dennoch ungebrochen. „Wir wollen auf jeden Fall unseren zweiten Platz behalten“, so die Ansage von Nicole Mieberg, die sich und ihre Familie auf jeden Fall bei den Gewinnern sieht. Und das nicht nur, weil auch für den zweiten Platz am Ende noch eine Reise als Preis winkt. „Es war eine wichtige Erfahrung“, sagt sie. „Und es ging uns auch darum, einiges aus diesem Wettbewerb für uns mitzunehmen.“

Es hat sich einiges verändert im Hause Mieberg mit jeder Aufgabe, die ihnen von der ELE gestellt wurde. Im November war es darum gegangen, möglichst Energie sparend Auto zu fahren; richtiges Heizen und Lüften stand im Dezember auf dem Rallye-Fahrplan; mit Thermografie und Blower-Door-Test wurde das Haus der Familie Mieberg im Januar auf Herz und Nieren getestet und hatte sich als das energetisch beste im Wettbewerb herausgestellt.Im Februar hatten die Gladbecker und ihre Mitstreiter aus Gelsenkirchen und Bottrop nichts als Glühlampen im Kopf. Familie Mieberg tauschte 69 alte gegen Energiesparlampen aus und landete damit auf dem zweiten Platz. Stand-by-Verluste reduzierten die vier Miebergs im März um 32,92 Prozent und jetzt im April geht es darum, Strom beim Waschen und Trocknen zu sparen.

Da sieht sich Nicole Mieberg auf einem guten Weg: „Das Männchen auf dem Strommesser lächelt, wenn der Verbrauch gering ist. Und es lächelt oft.“ Eine Hilfe dabei ist sicher die brandneue Energie sparende Waschmaschine. Und auch das inzwischen viel bessere Wetter spielt der Familie in die Hände. „Den Trockner, den wir ohnehin nur für die Handtücher anwerfen, haben wir in diesem Monat noch nicht gebraucht.“

Wenn es um ein Resümee dieser ganzen ELE-Rallye geht, meint Nicole Rehberg, es sei doch einiges hängen geblieben an Wissen und Praxis, wie sich Energie sparen lässt, ohne wirklich auf Komfort und Wohlbefinden zu verzichten. Beim Heizen zum Beispiel ganz generell und auch beim Autofahren: „Die Tipps, die wir damals bekommen haben, sind mir in Fleisch und Blut übergegangen. Wie viel das nun spart, weiß ich nicht. Auf jeden Fall beruhigt es mein Gewissen.“ Wie es aussieht, hat die Umwelt noch etwas davon, nachdem die Rallye-Zielflagge gefallen ist.

Rainer Holstein

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