Fackeln und Transparente gegen den Autobahnausbau

Die A52-Gegner bereiteten Verkehrsminister Michael Groschek (SPD) einen heißen Empfang.
Die A52-Gegner bereiteten Verkehrsminister Michael Groschek (SPD) einen heißen Empfang.
Foto: Funke Foto Services
Was wir bereits wissen
Die Polizei hatte am Dienstagabend die Lindenstraße gesperrt - die A52-Gegner empfingen Minister Groschek mit einem ohrenbetäubenden Pfeifkonzert.

Gladbeck..  Ein heißer Empfang für den NRW-Verkehrsminister am Martin Luther Forum Ruhr. Die Lindenstraße war an der Kreuzung mit der Bülser Straße von der Polizei gesperrt worden - das Netzwerk der A52-Bürgerinitiativen und der Mobilität-Werk-Stadt startete dort am Dienstagabend eine Demonstration, um dem Minister unmissverständlich zu signalisieren: „A52 is nich!“

Fackeln erhellten die abendliche Szenerie, Transparente wurden in die Höhe gereckt: „Nein, nein, nein - der Überflieger darf nicht sein!“, riefen die Demo-Teilnehmer. „Stop, stop, stop - die A52 ist ein Flop“, hieß ein anderer Spruch, der vor dem Luther Forum bei bitterkaltem Wetter zu lesen und zu hören war. „Feinstaub tötet“ - dieses Plakat hatte sich ein weiterer Kundgebungsteilnehmer umgehängt. Orangene Luftballons - das Erkennungszeichen der Mobilität-Werk-Stadt - glänzten in der kalten Winterluft.

Als dann der Minister eintraf, gab es ein ohrenbetäubendes Pfeifkonzert, und die Demo-Teilnehmer übergaben Groschek einen offenen Brief, in dem sie ihre Position im Detail deutlich machen: Für einen Ausbau der A52 zwischen Essen und Gladbeck bestehe kein Bedarf; auch der Bau eines A52-Teilstücks mache keinen Sinn und verfehle den angestrebten Zweck, zur Bewältigung der regionalen und überregionalen Verkehrsprobleme gebe es bessere und preiswertere Alternativen.

Rote Karten für Groschek

Dem Brief lagen Rote Karten bei, die die Demonstranten dem Minister zeigten. Groschek bahnte sich als politischer Routinier relativ gelassen seinen Weg ins Luther Forum, wo die Diskussion vor „ausverkauftem“ Haus stattfand.