Erzieherinnen in Gladbeck wünschen sich mehr Unterstützung

Die streikenden Erzieherinnen waren in der Innenstadt unterwegs.
Die streikenden Erzieherinnen waren in der Innenstadt unterwegs.
Foto: Verdi
Was wir bereits wissen
Die streikenden Erzieherinnen der städtischen Kindertagesstätten wünschen sich, dass mehr Menschen öffentlich ihre Solidarität bekunden.

Gladbeck.. Als ihr Streik begann, spürten die Erzieherinnen der städtischen Kindertagesstätten viel Verständnis für ihre Forderung nach einer tariflich höheren Eingruppierung – vor allem bei den Eltern ihrer Schützlinge, die um die verantwortungsvolle Arbeit der Erzieherinnen wissen.

Jetzt ebbt die Unterstützung etwas ab, stellen sie fest und wünschen sich, dass ihr Anliegen wieder stärker in den Blickpunkt rückt. „Wir wissen, dass unser Streik Eltern vor Probleme stellt, aber wir bitten um Verständnis, denn wir haben nur dieses Mittel, um die Arbeitgeber zum Einlenken zu bewegen“, sagt Christina Tuttaß-Zielke.

Gemeinsam mit ihren ca. 80 Kolleginnen war sie gestern in der Innenstadt unterwegs, um mit Passanten ins Gespräch zu kommen und ihnen zu erklären, warum sie für eine höhere Eingruppierung kämpfen. „Die Anforderungen an unseren Beruf haben sich in den letzten Jahren erheblich verändert, aber unsere Tätigkeitsbewertung ist fast 25 Jahre alt“, sagt Cordula Kösters.

Während des Streiks ruhen sich die Erzieherinnen nicht etwa zu Hause aus. Sie sind täglich unterwegs, auch bei Demonstrationen in anderen Städten. Heute bitten sie vor dem Rathaus um Unterstützung der anderen städtischen Mitarbeiter, Donnerstag wollen sie am Kotten Nie mit Eltern ins Gespräch kommen, am Freitag geht’s zur Kundgebung nach Bottrop.

Freuen würden sich die Erzieherinnen, wenn zum Beispiel Eltern Unterschriften sammelten, um sie zu unterstützen, oder wenn Parteien öffentlich ihre Solidarität bekundeten, so wie gestern eine Delegation des SPD-Ortsvereins Mitte, die ihnen rote Nelken als Zeichen der Solidarität überreichte.