Erfolgreicher Umbau entrümpelt die Innenstadt

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Daumen hoch bei der Umsetzung des Cityumbaus auf der Hochstraße vom Willy-Brandt-Platz bis zum Europaplatz: Quer durch die Parteien reichte das – teilweise überschwängliche – Lob an die Planungs- und Ausführungs-Verantwortlichen des städtischen Ingenieuramts im Ausschuss für integrierte Innenstadtentwicklung.

Amtsleiterin Sabine Brinkmann machte deutlich, dass der Start des Umbaus im vergangenen Jahr sowie die für dieses und das nächste Jahr geplanten Fortsetzungen mehr als notwendig waren, um Gladbecks Außenwirkung nicht abschmieren zu lassen und auf den neuesten Stand zu bringen. „Unsere Fußgängerzone war arg in die Jahre gekommen. Wir wollten nun etwas schaffen, das zum Bummeln und Verweilen einlädt.“ Kurzum: „Die Stadt ist etwas entrümpelt.“ Das Ganze sei dann als „Maßnahme unter erschwerten Bedingungen, realisiert bei laufendem Geschäftsbetrieb“ gestemmt worden – und zwar erfolgreich, so die einhellige Meinung im Gremium.

Michael Hübner (SPD) nennt die Leistung „herausragend“, lobt vor allem „die weitgehend konfliktfreie Umsetzung“ und spricht von einer „außerordentlichen Aufwertung“. Ayhan Askin (SPD) sieht alles „viel aufgeräumter“ und hat im Kontakt mit Bürgern nur Zufriedenheit erlebt. Von einem „reibungslosen Ablauf trotz der Schnelligkeit und aller Schwierigkeiten“ spricht Andreas Willmes (CDU) der „durchweg positive Rückmeldungen erhalten hat“.

QR-Code für die Eingangsstelen

Was er allerdings auch gehört hat, seien Klagen über Geruchsbelästigung aus dem Abwasserkanal und über das verlegte Pflaster. „Da sagten manche: So hätte ich es zu Hause aber nicht machen lassen.“ Brinkmann konnte beruhigen. Größere Fugen müssten sein, da die Steine auch befahren werden und bei zu enger Legung aneinander die Kanten abbrechen würden. Nacharbeiten finden zudem noch statt, allein die Fugenpflege dauere bis zu einem Jahr. Das Geruchsproblem wiederum sei bekannt. Das liege vor allem daran, dass in letzter Zeit der Wasserverbrauch immer geringer werde. Maßnahme der Stadt: „Gegebenenfalls wird mal gespült.“

Auch aus Händlersicht lässt sich nur Positives zum Umbau berichten, so Georg Hahne, Vorsitzender des Einzelhandelsverbandes. „Es hat hervorragend geklappt.“ Vor allem sei man dankbar, dass immer ein Ansprechpartner da war, wenn es Probleme gab, „und die gab es“. Momentan ärgere ihn so mancher auf den Boden geworfene Teller Pommes mit Mayonnaise, weshalb er nach dem Reinigungswagen frage. Der allerdings dürfe derzeit nicht zum Einsatz kommen, so Brinkmann. „Der ZBG hat Maschinen mit Saugeffekt, die ziehen die Fugefüllung heraus.“ Deshalb sei noch offen, wann die Kehrmaschinen wieder fahren dürfen. „Gereinigt wird darum per Hand mit dem Besen.“ Scharf geschaltet ist auch der QR-Quellcode für Smartphones an den neuen Stelen zur Innenstadt. Wer hier mit seinem Handy draufhält, wird auf die Stadtseite www.gladbeck.de geleitet. Der Grund, so Tim Deffte vom Presseamt: „Diese Internet-Adresse bleibt und ändert sich nicht.“