Enge Kontakte zur Basis

Sie ist ein Urgestein der Gladbecker CDU, Ex-Ratsfrau, Ex-Bürgermeisterin und sorgte für die Einladung von Staatssekretär Karl-Josef Laumann (56), Beauftragter der Bundesregierung für die Belange der Patienten sowie Bevollmächtigter für Pflege, zum Neujahrsempfang der heimischen Seniorenunion: Maria Seifert. Die 77-Jährige nennt Pflege eins der wichtigsten Themen der Zukunft – auch in Gladbeck.

Wie kamen Sie auf Karl-Josef Laumann als Gastredner?

Ach, ich kenne ihn noch aus dem Münsterland, seitdem haben wir einen kurzen Draht zueinander, sind alte Bekannte. Vor zwei Jahren besuchte er uns schon einmal in Gladbeck, damals war er noch Fraktionsvorsitzender.

Das Thema Pflege gerät immer mehr in den Fokus?

Nun, wir sind eine alternde Gesellschaft, die Jungen bleiben quasi weg. Da ist das Thema Pflege sehr wichtig. Es gibt bei den alten Menschen eine große Angst. Sie fragen sich: Was wird aus mir im Alter, wenn ich gebrechlich werde? Kann ich einen notwendigen Heimplatz überhaupt bezahlen? Und gerade vor der Pflegesituation ist innerlich eine große Angst da, das erfahre ich immer wieder in Gesprächen mit den Menschen.

Laumann gilt als Experte auf dem Pflege-Gebiet?

Ja, er kennt sich aus mit den aktuellen Änderungen und Anpassungen. Als Sozialpolitiker mit engen Kontakten zur Basis weiß er um den Handlungsbedarf bei Patienten und Pflegebedürftigen. Zudem lässt er als umgänglicher Politiker auch gerne Fragen zum Thema zu.

Was ist Laumann für ein Typ?

Er ist der Karl-Josef aus dem Münsterland, ganz anders als die meisten Politiker. Er spricht, wie man so spricht, sehr direkt, verhält sich wie ein ganz normaler Mensch und ist überhaupt nicht abgehoben. Der vierfache Familienvater Laumann stammt von einem Bauernhof, den heute sein Bruder bewirtschaftet. Er hat viel Verständnis, vor allem auch für Behinderte, schon aus persönlicher Erfahrung, seine Frau ist nämlich behindert.