Endstation Bücherbus?

Noch scheint eine eindeutige Lösung ein Buch mit sieben Siegeln zu sein: Was kommt auf die Bürger zu, wenn der gewohnte Bücherbus nicht mehr kommt? Da lohnt sich ein Blick in andere Städte, die ganz unterschiedliche Strategien fahren, um trotz aller Sparzwänge ihrer Einwohnerschaft den Service einer städtischen Bibliothek zu bieten. Schließlich bremsen leere Stadtkassen landauf landab hehre Wünsche aus, Lesestoff – und damit Bildung – allen Interessierten zugänglich zu machen. Also auch jenen, die nicht (mehr) mobil oder zu jung sind, um eine zentrale Medien-Einrichtung zu besuchen.


Mancherorts heißt der Ausweg aus der Misere: Zusammenarbeit, beispielsweise mit kirchlichen Büchereien, in denen oft engagierte ehrenamtliche Kräfte aktiv sind. Diese Bibliotheken entwickeln sich häufig zu wahren Treffpunkten. Auch Schulbüchereien sind beliebte Partner. Ein weiterer Ansatz: Sponsoring, bei dem die Mäzene in die Tasche greifen, um einen Bücherbus zu finanzieren. Vielleicht finden sich aber auch Menschen, die bereit sind, regelmäßig im Pendelverkehr zu festen Terminen Besucher zur Stadtbücherei zu fahren. Das hieße dann allerdings wohl: Endstation Bücherbus . . .