Emschergenossenschaft baut Spundwände am Hahnenbach ab

Ein wesentlicher Schritt im Rahmen des 2. Bauabschnitts der Renaturierung des Hahnenbachs ist getan: Die Emschergenossenschaft hat die Betoneinbauten innerhalb der zirka 180 Meter langen Spundwandstrecke westlich der Roßheidestraße in Brauck entfernt.

Damit ist die Voraussetzung gegeben, ab Herbst das Gewässer und die künftig naturnahe Bachsohle auszubauen. Der Hahnenbach kann sich dann ökologisch entfalten – wenn auch immer noch in einer Tiefenlage von sechs Metern. Darüber hinaus hat die Emschergenossenschaft in den vergangenen Wochen bereits linksseitig des Gewässers die Baustraße angelegt.

Die restlichen Arbeiten, der Gewässerausbau inklusive des Baus eines Pumpwerks am Ende der Spundwandstrecke sowie die Renaturierung des Hahnenbachs mitsamt neuer Mündung in die Boye werden in den kommenden Wochen von der Emschergenossenschaft ausgeschrieben. Die Aufträge werden voraussichtlich im Sommer vergeben, bevor es dann im Herbst mit den Arbeiten weitergehen kann.

Vom Abwasser hat die Emschergenossenschaft den Hahnenbach bereits in den vergangenen Jahren befreit. Die ökologische Verbesserung des Gewässers ist anschließend in zwei Bauabschnitte aufgeteilt worden. Den ersten ca. 1,4 Kilometer langen Bereich bis zur Roßheidestraße hat die Emschergenossenschaft bereits umgestaltet – nun folgt der Umbau des Unterlaufs bis zur Mündung in die Boye. Dort entsteht ein völlig neuer Gewässerbereich, den die Emschergenossenschaft mit einem neuen Rad- und Fußweg auch erleb- und wahrnehmbar machen will.

Der 2. Bauabschnitt der ökologischen Verbesserung des Hahnenbachs umfasst 990 Meter. Unmittelbar hinter der Roßheidestraße fließt der Hahnenbach auf einer Länge von etwa 180 Metern zwischen Spundwänden – in einer Tiefenlage von sechs Metern. Am Ende dieser Spundwandstrecke entsteht ein neues Gewässer-Pumpwerk, das den Bach auf ein höheres Niveau hebt, damit er im freien Gefälle abfließen kann.

In diesem Bereich soll der Hahnenbach anschließend nicht mehr zum Abwasser-Pumpwerk Hahnenbach und über dieses Bauwerk in die Boye befördert werden. Vielmehr sieht die Planung der Emschergenossenschaft vor, auf einer Strecke von rund 800 Metern eine völlig neue und naturnahe Gewässertrasse zu modellieren. Damit erhält der Hahnenbach auch eine neue Mündung in die Boye. Dieser Mündungsbereich soll ebenfalls durch die Erstellung eines neuen Weges für die Bürger zugänglich gemacht werden.