Einige Problem-Immobilien in Gladbeck verschwinden

Blick aus dem Ex-Möbelhaus Tacke auf den vorgelagerten Parkplatz und die Wiese
Blick aus dem Ex-Möbelhaus Tacke auf den vorgelagerten Parkplatz und die Wiese
Foto: Michael Korte
Was wir bereits wissen
Den Planungen für die Schlägel & Eisen-Siedlung, P&C-Haus sowie Schlachthofgelände und Ex-Möbelparadies sollen in 2015 sichtbare Taten folgen.

Gladbeck.. Das angelaufene Jahr soll auch ein Markstein in Sachen Gladbecker Stadtentwicklung werden, denn gleich mehrere Problem-Immobilien sind auf gutem Weg in eine positive Zukunft: darunter das ehemalige P & C-Haus am Markt, das alte Schlachthofgelände, die verfallene Schläge & Eisen-Siedlung und die Schrottimmobilie des Möbelparadieses Tacke am Bramsfeld.

Peter Breßer-Barnebeck, Leiter Referat Wirtschaft, informierte im Wirtschaftsförderungsausschuss zum aktuellen Sachstand. Das Projekt Carrée Roter T urm sei auf gutem Wege, der Bebauungsplan in der Aufstellungsphase, so dass mit einem Baustart 2015 zu rechnen sei. Der Vermarkter, die Volksbank Immobilien Rhein-Ruhr, plant auf dem ehemaligen Schlachthofgelände Gebäude mit barrierefreien Eigentumswohnungen und Mietwohnungen.

Innerhalb der historischen Schlägel & Eisen-Siedlung in Zweckel ist der erste Gebäuderiegel entkernt, der von Kwates Immobilien so umgeplant wird, dass Einfamilien-Reihenhäuser im Bestand entstehen. „Der Innenausbau soll im Frühjahr starten“, so Breßer-Barnebeck.

Das ehemalige P & C Textilkaufhaus am Markt soll einem neuen Gebäudekomplex mit barrierefreien Eigentumswohnungen und Mietwohnungen sowie mit gewerblich genutzten Flächen im Erdgeschoss weichen. Für das Projekt der Immobilien Jockenhöfer & Babiel GmbH ist der Abrissantrag genehmigt und der Bauantrag eingereicht worden, zudem jetzt aktuelle Gespräche mit der Stadt erfolgten. Breßer-Barnebeck: „Es ist davon auszugehen, dass hier der Baustart Mitte 2015 erfolgt.“

Ein Zeitpunkt, der auch für die seit dem Leerzug 1999 vor sich hingammelnde Ruine des Ex-Möbelparadieses Tacke angepeilt ist. Immobilienmakler Jörg Reinhardt aus Essen, der das Gelände erwarb, hat hierzu mit einem Investor bereits Verkaufsverträge aufgesetzt. Dessen Planung, im ersten Schritt nach Abriss auf dem Möbelhaus-Grundstück einen Gebäudekomplex mit barrierefreien Mietwohnungen für Senioren, Demenzwohngruppen sowie einer Einrichtung für Tages-, Kurzzeit- und ambulante Pflege (Träger ist gefunden) zu errichten, seien so weit fortgeschritten, „dass die Genehmigung in greifbarer Nähe ist“, so Reinhardt.

Dies ist ohne langfristiges Verfahren nach § 34 Baugesetzbuch möglich, da sich das geplante Gebäude in die umgebende, ortsübliche Bebauung einfügt. Anders sieht es für die zudem beabsichtigte Wohnbebauung auf dem angrenzenden Parkplatz- und Wiesengelände aus, hier ist ein Bebauungsplan aufzustellen.