Das aktuelle Wetter Gladbeck 0°C

Caritas-Werkstätten

Eine Idee - zehn Beine

02.09.2010 | 16:44 Uhr
Eine Idee - zehn Beine
Gruppenleiter und Beschäftigte der Caritas-Werkstätten an der Mühlenstraße präsentieren die Beine für den 2010-Füßler.

Gladbeck Ganz Gladbeck, oder zumindest fast ganz Gladbeck, hat sich aufgemacht, dem 2010-Füßler im Rathauspark auf die Beine zu helfen.

374 sehr kreativ gestaltete Füße waren es Ende August. Jetzt steuert das Team der Caritas-Werkstätten noch einmal zehn kunterbunte Beine dazu. Die magische 400-Marke rückt immer näher!

Kurz vor Start der Local-Hero-Woche geben die Gladbecker noch einmal alles. In den Werkstätten der Caritas an der Mühlenstraße ist Caroline Meyer schon vor Monaten auf das von Karoline Dumpe initiierte Gemeinschafts-Kunstprojekt aufmerksam geworden. Beim Elternabend in der Schule ihrer Tochter, erzählt die Gruppenleiterin aus dem Schwerstmehrfachbehinderten-Bereich, habe sie von den Beinen für den 2010-Füßler gehört. „Da war mir sofort klar, dass wir da auch präsent sein müssen“, sagt Caroline Meyer. Bei den Kollegen fand der Plan sofort großen Anklang - und auch die Idee, zehn Beine zu basteln, die sozusagen das komplette Arbeits- und Freizeitleben in den Werkstätten darstellen sollen. Nun sind die Beine fertig - und alle beteiligten Künstlerinnen und Künstler ziemlich stolz auf ihr Gemeinschaftswerk.

„Viele Menschen wissen bestimmt gar nicht, was wir hier an der Mühlenstraße alles machen“, meint Caritas-Werkstattleiter Georg Prior. Das übernehmen jetzt stellvertretend und auf sehr künstlerische Art und Weise in Zukunft die Werkstatt-Beine. Da wäre zum Beispiel das Küchen-Bein, das vor allem aus karierten Küchenhandtüchern, Holz- und Metall-Löffeln besteht. Oder das Bein aus der Elektromontage. Lüsterklemmen und Steckdosen, ganz dicht zusammen gesteckt, machen es zu einer ziemlich technischen Angelegenheit.

In ruhigen Brauntönen und mit allerlei nützlichen Einzelteilen aus dem grünen Bereich bestückt, kommt das Bein der Gärtnerei-Abteilung daher. Kunterbunt und leuchtend hingegen ist das Kunstwerk aus dem Schwerstmehrfachbehinderten-Bereich. „Wir stellen hier eigene Karten her. Die haben wir laminiert und dann in Bein-Form gebracht“, erklärt Caroline Meyer, die besonders stolz ist auf die Kreativität ihrer Gruppe. Jeder habe sich so gut eingebracht, wie es seine Fähigkeiten erlauben.

Die Bereich Montage/Verpackung, Schlosserei und Schreinerei sind beinmäßig natürlich auch vertreten. Nicht zu vergessen die Näherei. Die ist mit einem Lederlappen-Bein, das aussieht wie ein bunter Hippie-Stiefel, mit von der Partie.

Und da an der Mühlenstraße nicht nur gearbeitet wird, sondern auch die aktive Freizeitgestaltung großen Raum einnimmt bei den über 240 in der Hauptwerkstatt Beschäftigten, wird natürlich auch ein Sport-Bein zum Start der Local-Hero-Woche an einem der eisernen Segmente im Rathauspark baumeln. Fußball ist hier eindeutig das dominierende Thema, ein Kicker-Bein eben.

Wenige Tage vor dem Abgabetermin am 8. September ist die 2010-Kreativ-Gruppe der Werkstätten fertig geworden. Genau rechtzeitig also. Das wurde gestern mit Kaffee und Kuchen in gemütlicher Runde an der Mühlenstraße gefeiert. Natürlich präsentierten alle Beteiligten auch noch einmal stolz ihre Bein-Kunstwerke. Und der Ausflug zum 2010-Füßler in den Rathauspark ist auch schon fest eingeplant.

Katrin Walger-Stolle

Facebook
 
Kommentare
Trackbacks

Die Trackback URL zu diesem Artikel ist: http://www.derwesten.de/services/trackbacks/article/3641581/create

Umfrage

Soll sich die Stadt Gladbeck an der Finanzierung eines ca. 1,5 km langen Tunnels zwischen Phönixstraße und Graben-/Landstraße im Zuge des geplanten Baus der Autobahn A 52 mit rund 2 Mio Euro beteiligen, wenn die planungsrechtlichen Voraussetzungen geschaffen werden?

 
Neueste Aktivität
Aktuelle Fotos und Videos
Die Stadt Informiert zur A 52
Bildgalerie
1 Kommentare 1
Aus dem Ressort
Nach 100 Jahren endet die Ära
Reformhaus Lenz
Gladbeck.Familie Friedrich gibt das Reformhaus-Geschäft an einen anderen Familienbetrieb ab. Filialist Goll übernimmt am 1. März.
Text
Ab 1. März verboten
Gehölzschnitt
Wer in seinem Garten noch größere Rodungen vornehmen will, sollte sich sputen. Die Untere Landschaftsbehörde des Kreises Recklinghausen erinnert daran, dass es vom 1. März bis zum 30. September verboten ist, Hecken, Gebüsche und andere Gehölze abzuschneiden oder „auf den Stock“ zu setzen.
1 Kommentare 1