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Ein Verein im Rausch der Worte

01.07.2010 | 16:18 Uhr
Ein Verein im Rausch der Worte
Wollen Kultur und Literatur in Gladbeck fördern: Der Autorenverein -Wortrausch. (v.li.) Christine Eisel, Birgit Salutzki, Oskar Brabanski, Petra Linzner. Foto: Franz Meinert

Gladbeck. Zunächst war die gemeinsame Leidenschaft für das geschriebene Wort. Daraus ist in Gladbeck nun der Verein Wortrausch entstanden. Ziel: Literatur und Kultur in Gladbeck zu fördern, aber auch einander in schriftstellerischer Hinsicht weiter bringen.

Am Anfang war die gemeinsame Leidenschaft für das Wort, das geschriebene natürlich. Daraus wurde ein Verein. Über die Literatur und das eigene Schreiben fanden Birgit Salutzki, Petra Linzner, Christine Eisel und Oskar Brabanski zusammen und beschlossen, ihr Interesse miteinander zu teilen. Salutzki, Linzner und Eisel haben bereits eigene Werke veröffentlicht, Student Brabanski studiert Kulturreflektion und Philosophie. Ein Verein wurde gegründet, dessen Name fast schon Programm ist: „Wortrausch e.V.“ Ziel: Literatur und Kultur in Gladbeck zu fördern, aber auch einander durch den Austausch über die eigenen Werke und gegenseitiges Vorlesen in schriftstellerischer Hinsicht weiter zu bringen.

Langfristiges Ziel ist auch, gerade junge Autoren bei ihren ersten Schreibversuchen zu helfen und sie zu fördern. Eher als lokale Ergänzung denn als Konkurrenz zum etablierten Literaturbüro Ruhrgebiet versteht sich der Verein. „Das Literaturbüro fördert ja renommierte Autoren aus dem Revier, wir wollen hier in der Stadt etwas für die Literatur und Kultur tun“, so Birgit Salutzki. Sozusagen Kulturleben von Bürgern für Bürger bieten, ein Netzwerk zu etablieren. Vorbild und auch Anknüpfungspunkt ist das regional orientierte„Ruhrstadt-Netzwerk“ im Internt.

Gladbecker Buchkultur 2010

Mit einer ersten Veranstaltung - einem Tag zur „Gladbecker Buchkultur 2010“ - will sich der junge Verein am 12. September der Öffentlichkeit präsentieren und um weitere Interessenten werben. Und was zunächst als eher kleiner Auftakt geplant war, wird „plötzlich ein Riesenevent“ sind die Gründungsmitglieder selbst überrascht von der Resonanz. 26 Autoren und Autorinnen aus dem Revier, Köln, Düsseldorf und Leverkusen werden an dem Sonntag aus ihren Werken lesen und eine bunte Mischung aus Jugend- und Kinderliteratur, Krimis und Romanen präsentieren. Jeder bekommt 15 Minuten Lesezeit - und natürlich bei interessiertem Publikum unbegrenzte Redezeit.

Natürlich lesen auch die Vereinsmitglieder aus eigenen Werken, darüber hinaus wird ein gemeinschaftlich erarbeitetes Sachbuch von Birgit Salutzki, Petra Linzner und Marlies Tophinke im Rahmen einer Podiumsdiskussion von Schuldirektor Wolfgang Laufs vorgestellt. Und er wird dieses Buch zuvor mit besonderem Interesse gelesen haben. Darin geht es nämlich um ein brisantes Thema: Berichte und Erfahrungen über die Schule , von Lehrern aus ganz Deutschland geschildert.

Das Kulturamt der Stadt unterstützt die Veranstaltung, Bürgermeister Ulrich Roland ist Schirmherr, die Stadtsparkasse Sponsor. An dem Tag werden auch die Sieger mehrerer Wettbewerbe prämiert, die jetzt im Vorfeld laufen. So gibt es den Zeichenwettbewerb manga4u (die Teilnehmer kommen im Kostüm), einen karaoke4kids-Wettbewerb und einen Schreibwettbewerb story4u@school, Einsendeschluss: 30. Juli.

Maria Lüning

Kommentare
04.07.2010
18:24
Ein Verein im Rausch der Worte
von Kritzelkater | #5

Ich freue mich auf Euer Literaturfestival am 12. Sept. im Ratsgymnasium. Nach Eurer Countdown-Anzeige auf Eurer Homepage Gladbecker-Buchkultur.de sind es noch 69 Tage und 15 Stunden.
Nach einem Literaturverein in Gladbeck habe ich schon seit längerem Ausschau gehalten.

02.07.2010
13:59
Ein Verein im Rausch der Worte
von Oskar B. | #4

Wortrausch ist in dem Sinne kein gemeinnütziger Verein (der Zuschüsse vom Staat beantragen KANN), nur ein eingetragener Verein (e.V.), übrigens wie jeder Sport- Taubenzüchter oder Häkelverein, in den zwangsläufig keine Steuergelder versenkt werden. Die Mitglieder arbeiten ehrenamtlich.

Es gibt übrigens auch viele privat finanzierte Museen, wie das Museum für Moderne Kunst Küppersmühle in Duisburg, die sich komplett ohne staatliche oder städtische Zuschüsse finanzieren.

Ich verstehe nicht warum Sie die Arbeit engagierter Bürger schlechtreden und ihnen das Verschwenden von Steuergelder vorwerfen.

02.07.2010
12:18
Blockierter Kommentar.
Name von Moderation entfernt | #3

Dieser Kommentar wurde von einem Moderator blockiert.

02.07.2010
10:59
Ein Verein im Rausch der Worte
von Oskar B. | #2

Sehr geehrte(r) Herr/Frau Kulturvereine ohne Ende,

der Verein Wortrausch. e.V erhebt den Anspruch sich komplett privat, durch Unterstützer/innen, Mitglieder/innen sowie Sponsoren zu finanzieren. Er nimmt keinerlei Steuergelder oder staatlicher Förderungen in Anspruch.

Da Ruhr 2010 ein Event ist, welches sich hauptsächlich auf dieses Jahr bezieht (und somit auch nur für dieses Jahr Zuschüsse bekommt) wird Kultur als freiwillige Zusatzleistung der Kommunen in vielen Städten ab dem nächsten Jahr rationalisiert werden - und genau dort setzt auch die Arbeit des Vereines an, nämlich weiterhin interessierten Bürgerinnen und Bürgern ein kulturelles Angebot zu ermöglichen. Und nicht nur das, der Verein ist auch eine Möglichkeit sich zu engagieren, gemeinsame Ideen zu verwirklichen und die Jugend zu fördern. Und das ohne Steuergelder. Wenn das nicht Nachhaltigkeit ist!

01.07.2010
18:18
Ein Verein im Rausch der Worte
von Kulturvereine ohne Ende | #1

endlich ein neuer Verein

na kostet der auch Steuergelder ?

ist der Antrag schon raus ?

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