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Martin Luther Forum

Ein Schmuckstück aus Weimar

05.10.2009 | 12:30 Uhr
Ein Schmuckstück aus Weimar

Zur Eröffnung des Martin Luther Forum Ruhr (MLFR) in der umgebauten Markuskirche ist in Gladbeck ein ganz besonderes Exponat zu sehen – man darf schon jetzt von einem kulturellen Ereignis mit überregionaler Strahlkraft ausgehen.

Denn das berühmte Luther-Triptychon, das normalerweise in der Stadtkirche St. Peter und Paul in Weimar seine Heimat hat, geht erstmals in seiner Jahrhunderte langen Geschichte auf Tournee: Und erste Station dieser Ausstellungs-Tournee ist das Martin Luther Forum Ruhr in Gladbeck-Ost.

Triptychon ist vom 31. Oktober bis 5. November in der Markuskirche zu sehen

Am Abend des 30. Oktobers findet mit viel Prominenz die Eröffnung des MLFR statt; vom 31. Oktober bis 5. November ist das Triptychon aus dem Jahr 1572 dann in der Markuskirche zu sehen. Es zeigt Martin Luther (1483-1546) als Augustinermönch, Luther als Magister und Luther als Junker Jörg – und es spiegelt damit wesentliche Stationen im spannenden Leben des Reformators.

Junker Jörg? Als Adeliger verkleidet fand Luther bekanntlich zehn Monate lang Zuflucht auf der Wartburg bei Eisenach; dort übersetzte er das Neue Testament aus dem Griechischen ins Deutsche und legte damit die Grundlage für die einheitliche deutsche Schriftsprache.

Aus der Weimarer Stadtkirche nach Gladbeck

Das Triptychon wird dem Künstler Veit Thim zu geschrieben, ein Schüler von Lucas Cranach dem Älteren und Sohn einer alten Weimarer Bürgerfamilie. Es zählt neben dem dreiflügeligen Altar von Lucas Cranach dem Älteren zu den besonderen Sehenswürdigkeiten in der evangelisch-lutherischen Stadtkirche von Weimar, die als Ort mancher Luther-Predigten zudem zum UNESCO-Weltkulturerbe gehört.

Das kulturelle Erbe der Reformation lebendig und erlebbar machen – das ist bekanntlich das Ziel des MLFR. Die Ausstellung des Triptychons zeigt, wie so etwas funktionieren kann: Luther „live” in der Markuskirche, wo am Abend des 30. Oktobers die feierliche Eröffnung des MLFR erfolgt.

Landtagspräsidentin und Präses sind zu Gast

Zu den Festrednern des Abends zählen Landtagspräsidentin Regina van Dinther (Schirmherrin des MLFR) ebenso wie Alfred Buß, Präses der Evangelischen Kirche von Westfalen. Weiterhin wird Pfarrer Peter R. Seeber aus Recklinghausen, der dort als langjähriger Chef der Evangelischen Akademie wesentliche Kultur-Akzente setzte, mit Blick auf das Weimarer Luther-Triptychon einige Gedanken zum facettenreichen Leben des Reformators formulieren. Musikalische Akzente setzt das Bläser-Ensemble unter Leitung von Landesposaunenwart Daniel Salinga.

Begrüßung und Grußwort übernehmen Dr. Martin Grimm als Vorsitzender des MLFR-Beirats und Bürgermeister Ulrich Roland für die Stadt Gladbeck. Bei der MLFR-Eröffnung handelt es sich um eine Veranstaltung für geladene Gäste; interessierte Bürger können sich aber unter Tel. 78497-12 beim Luther-Forum melden.

Das Luther-Triptychon aus Weimar in Gladbeck – zu folgenden Zeiten ist das Kunstwerk des 16. Jahrhunderts in der Markuskirche zu sehen:

31. Oktober: 14 bis 17 Uhr;

1. November: 14 bis 17 Uhr;

3. November: 9.30 bis 12 Uhr und 14 bis 17 Uhr;

4. November: 9.30 bis 12 Uhr und 14 bis 17 Uhr;

5. November: 9.30 bis 12 Uhr und 14 bis 17 Uhr.

www.lutherforum-ruhr.de

großes Foto oben: das Triptychon aus Weimar zeigt Luther in drei Phasen seines facettenreichen Lebens - als Mönch, als Magister und als (angeblicher) Junker Jörg.

Mehr zum Thema:

Projekt erhält guten Rat

Michael Bresgott

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Kommentare
07.10.2009
09:54
Ein Schmuckstück aus Weimar
von Steuerzahlers Forum | #1

fängt ja schon toll an :

die Allgemeinheit zahlt fast das GANZE mittels

aber wird schon ausgeschlossen,
es wird - geladen - !

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