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Ein perfekt versteckter Fahrstuhl

31.08.2011 | 18:59 Uhr
Ein perfekt versteckter Fahrstuhl
Wenn sie endlich wissen, wo der Aufzuf versteckt ist, stehen Rollstuhlfahrer vor verschlossener Tür. Foto: Olaf Fuhrmann / WAZ FotoPool

Gladbeck.Gerhard Schramowski sitzt im Rollstuhl. Er hat sich daran gewöhnt und damit zu leben gelernt, dass er immer wieder mal auf unüberwindbare Hindernisse stößt: Stufen vor Geschäften, hohe Bordsteinkanten, Treppenhäuser . . .

Jetzt aber steht ihm eine Barriere im Weg, die ihn richtig sauer macht: Er suchte im City-Center nach einem Lift, der ihn ins 1. Obergeschoss bringt. Die beiden neuen Aufzüge, unübersehbar in der Nähe des Eingangs Schillerstraße, befördern die Kunden nur vom Erdgeschoss nach unten ins Parkhaus. Einen Hinweis auf einen weiteren Fahrstuhl suchte Gerhard Schramowski vergeblich.

Nirgendwo ein Hinweis

Wer sich noch erinnert, wie das City-Center vor Beginn des umfangreichen Umbaus aussah, könnte auf die Idee kommen, die eiserne Tür mit der Aufschrift „Ausgang Parkebene“ direkt im Eingangsbereich zu öffnen – und wird fündig. Hinter einer vorgezogenen Wand und dieser Tür ist nämlich jetzt der Fahrstuhl versteckt, den es früher schon gab, frei zugänglich und für jeden sichtbar allerdings. Er bringt die Kunden nicht nur ins Parkhaus, sondern auch nach oben. Eltern mit Kinderwagen und Menschen mit Rollatoren haben also doch die Möglichkeit, ins Obergeschoss zu gelangen – wenn sie den Lift denn finden. Rollstuhlfahrer aber sind auf Hilfe angewiesen. Sie können die Tür nicht öffnen.

Problem bekannt

Dem Management im City-Center ist das Problem bekannt. Allzu große Bedeutung misst man ihm aber offensichtlich nicht bei. „Der Mann im Rollstuhl hätte sich besser an uns wenden sollen, anstatt sich bei der Zeitung zu beschweren“, findet Managerin Bettina Plaßmann. Sie verweist auf die noch nicht abgeschlossenen Baumaßnahmen und die noch fehlende Beschilderung und verspricht: „Wenn hier alles endgültig fertig ist, ist auch dieses Problem gelöst.“

Wie, das wollte uns der Bauleiter vor Ort nicht beantworten: „Wenn Ihre Zeitung keine wichtigeren Themen hat . . .“

Elke Hautmann

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Kommentare
01.09.2011
09:49
Ein perfekt versteckter Fahrstuhl
von Anna-von-Gladbeck | #1

Na ja, nichts ist wirklich so wie versprochen.

Allein die Garagenzufahrt ist eine Katastropfe!

Gehet, sehet und staunet!

Moin, Moin....

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