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NRW-Arbeitsminister

Ein Ärgernis: Leiharbeit und Aufstocker

14.02.2012 | 17:36 Uhr
Ein Ärgernis: Leiharbeit und Aufstocker
Arbeitsminister Guntram Schneider war Gastredner bei der Kreisdelegiertenkonfernenz der AfA - Arbeitsgemeinschaft für Arbeitnehmer in der SPD im Fritz Lange Haus.Foto: Heinrich Jung WAZFotoPool

Gladbeck.Guter Lohn für gute Arbeit - das ist oft gehörtes Mantra der Gewerkschaften, und auch die Überzeugung von NRW-Arbeitsminister Guntram Schneider. Als Gastredner der Kreisdelegiertenkonferenz der AfA (SPD-Arbeitsgemeinschaft für Arbeitnehmer) bekannte er aber auch die Probleme von Politik und Gewerkschaften, wenn es um die Durchsetzung dieser Forderung für Leiharbeiter geht. „Man erreicht sie nicht, da sie häufig nicht organisiert sind.“ Die nun angedachte Lösung: Man wolle nicht mehr die verleihende Firma, sondern die Auftrag gebende in die Pflicht nehmen und zur Zahlung von fairen Löhnen heranziehen.

Ebenso ist die Situation der sieben Mio „Aufstocker“, die trotz Vollzeitarbeit nicht von ihrem Lohn leben können, für den Arbeitsminister ein Ärgernis. Die Betroffenen und die anderen Steuerzahler finanzieren diese Lohnlücke mit ihren Steuern.

Wie es Arbeitnehmern ergeht, wenn ihr Betrieb pleite geht, davon berichteten zwei Schlecker-Mitarbeiterinnen der AfA und erhielten vom Arbeitsminister die Zusage, dass er sich kümmern werde.

Zum neuen Vorsitzenden im Kreis wählten die Delegierten den Gladbecker AfA-Vorsitzenden Reiner Gotsche.

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Kommentare
15.02.2012
12:06
Ein Ärgernis: Leiharbeit und Aufstocker
von KAIL | #2

Man merkt doch jetzt schon dies Rumeiern und nicht die Wahrheit sagen,was wir den
Griechen zumuten müssen wir auch ertragen,durch Absenken des Niedriglohn ,niedriger
Leiharbeitslohn,niedrige Renten bis 72,niedriger Bildungs- und Gesundheitsstandart ,mehr
Kinder zum Kriege führen weil sonst keine Arbeit ansteht und Reiche schonen .

14.02.2012
20:21
Wer die Wahrheit sagt braucht nicht zu lügen.
von festus04 | #1

So leichtfertig wie Arbeitsminister Schneider mit der Thematik Leiharbeit im nachhinein umgeht ist schon ein bischen zünisch zu betrachten. Er sollte sich doch einmal fragen, wer die Durchlöcherten Gesetze der Leiharbeit so verabschiedet hat. Er wird doch wohl seine Genossen Müntefering und Clement nicht vergessen haben. Nun kommt er noch mit so einer billigen Ausrede, und sagt, wenn diese Leiharbeiter organisiert wären, dann hätte man die Probleme leichter angehen können. In der Regierungszeit haben Gewekschaften und SPD nur stillhaltetaktik gespielt. Jetzt wo die Kac.... am Dampfen ist und ein Regierungswechsel wahrscheinlicher wird, möchte man schnellstens alles wieder im rechten Lot bringen, um auch darzustellen, seht her wir tun etwas. Betriebsräte fordern schon Jahre lang, dass die Gesetze so gestaltet werden, wofür sie einmal richtig gedacht waren, nur eben für eine kurze Zeit von unvorgesehenen Überkapazitäten abzubauen und nicht für Sklavenarbeit. Die Betriebsräte die mit dem Dielemma zu tun hatten wurden Jahre lang alleine gelassen und H.Schneider muss das doch auch mitbekommen haben, denn umsonst sind nicht so viele SPD Mitglieder zu den Linken abgewandert. Jetzt versucht H.Schneider die Mitglieder der Gewerkschaften wieder einzufangen, nur dass kann er sich von der Backe putzen, solange kein Harz IV und die Rente mit 67 nicht vom Tisch ist, wird er noch lange um die Gunst der ehemaligen Wähler ringen müssen. Und wenn dann noch wie in NRW die Genossen mit breiter Brust für eine Monatliche Diätenerhöhung von 500 € sich beschliessen, trägt das bestimmt nicht dazubei mit der SPD verlässlich in die Zukunft zu schauen. Nee H.Schneider diese alte Kamelle, dass Bürger von ihrem verdienten Lohn ein ordentliches Leben führen können, das wissen wir Malocher schon lange und es wird höchste Zeit, dass diese Abzocke auf den Schultern der Malocher ein Ende hat.

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