Eigenkompositionen kommen beim Publikum bestens an

Foto: FUNKE FotoServices

Wenn Florian Nienerza (17) zur Gitarre und zum Mikrofon greift wird es gefühlsvoll. Als „gut gelaunt melancholisch“ kann man den Stil des Gladbecker Musikers bezeichnen, der am Donnerstagabend ein Konzert im Bistro Grüne Oase am Hürkamp gab. Dabei präsentierte das Nachwuchstalent nicht nur Songs deutscher Stars, sondern auch eigene Kompositionen, die beim Publikum ausgesprochen gut ankamen.

Tim Bendzko, Andreas Bourani, Adil Tawil und Revolverheld: Sie alle durften auf der Playlist bei Florian Nienerzas Oasen-Debüt nicht fehlen. Mit „Sag einfach Ja“ (Tim Bendzko) oder „Alles brennt“ von Johannes Oerding sorgte der Singer/ Songwriter – so werden Typen wie Florian Nienerza im Fachjargon genannt – nicht nur bei den weiblichen Gästen an diesem Abend für einen Kloß im Hals. Ein kleiner, lautstarker Fanclub, wenn man ihn denn so nennen darf, war dabei ebenfalls im Publikum zu finden.

„Er singt einfach super gut“, lobte Sena Tokses (13) den Schüler vom Heisenberg-Gymnasium. „Die eigenen Kompositionen sind am besten. Die gefallen mir richtig gut“, erklärte Melisa Ünal (14). Mit dieser Einstellung war sie nicht alleine: Bei seinen Songs „Der letzte Schritt“ und „Wir konnten nicht mehr lachen“, bewies Nienerza, dass er nicht nur singen, sondern vor allem auch wunderschöne Lieder schreiben kann.

Im Rampenlicht fühlt er sich wohl

„Die Texte und auch die Stimme sind so gefühlvoll. Sehr schön zum Zuhören“, so Berfin Ergün (14). Warum Nienzera ausschließlich deutsche Pop-Titel zum Besten gibt und kreiert, erklärte Nienerza so: „So kann ich die Gefühle besser zum Ausdruck bringen.“ Auch der eigene Stil könne so besser in die Stücke eingearbeitet werden.

Trotz vollem Auditoriums mit über 50 Gästen war von Lampenfieber oder Nervosität beim Künstler keine Spur zu sehen. „Das Gefühl vor anderen zu singen kenne ich ja bestens aus der Fußgängerzone. Angst habe ich keine. Ich freue mich riesig, jedes Mal vor Publikum singen zu dürfen.“

Begann der Singer/Songwirter mit de Singen so war deutlich zu spüren, dass er sich im Rampenlicht wohl fühlt. Die Augen geschlossen, hörte sich selbst der traurigste Song an diesem Abend irgendwie gut gelaunt an.